Als ehemaliger Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik ist Sven Bohn viel unterwegs und weiß, wie es ist, an anderen Orten als dem eigenen Büro zu arbeiten. „Auf Flughäfen ist es oft laut, in Hotellobbys das Internet zu langsam“, umschreibt er seine Erfahrungen. Wie schön wäre da ein ruhiger Platz, vielleicht noch in netter Umgebung. Einen solchen will der Manebacher nun bieten, im ehemaligen Rathaus. Dort sind gerade die Handwerker zugange, um den ersten Coworking-Space im Ilm-Kreis zu schaffen. Vor gut zehn Jahren hat Sven Bohn das Haus mit bewegter Geschichte – erst Schule, dann Gemeindesitz, nach der Wende Domizil einer Firma – erworben. „Ich wohne selbst dort und habe auch bereits studentische Wohnungen geschaffen. Das Coworking ist jetzt der nächste Schritt“, erzählt er. Gerade die Studierenden hätten den Bedarf aufgezeigt. Sei das Studium abgeschlossen, stünden die Möglichkeiten der Technischen Universität Ilmenau nicht mehr zur Verfügung. Wenn das eigene Start-up noch nicht offiziell gegründet sei, könne man aber auch nicht das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) nutzen.