Coronapandemie Was gilt bei der Einreise nach Deutschland?

Die Testpflicht wird ab Sonntag erweitert. Nun müssen alle Nicht-Geimpften vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorweisen können. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ab Sonntag gelten neue Regeln für Reisen nach Deutschland. Die Testpflicht für Nichtgeimpfte wird erweitert auf Einreisende mit dem Zug und dem Auto. Wir erklären, was man vor der Einreise wissen sollte.

Stuttgart - Die Bundesregierung hat auf die steigenden Coronazahlen im In- und Ausland reagiert. Ab Sonntag, 1. August, müssen Reisende, die nicht vollständig geimpft sind, einen negativen Coronatest vorweisen können. Dies gilt dann nicht nur wie bisher bei Flugreisenden, sondern auch bei Personen, die per Auto oder Zug nach Deutschland einreisen. Kinder unter 12 Jahren gehören nicht hinzu.

Die Coronatests müssen vor der Anreise gemacht sein, entweder auf Antigen- oder auf PCR-Basis. Unter Umständen verlangen auch Fluglinien negative Coronatests im Vorfeld. Auch in solchen Fällen können Urlauber sowohl Antigen- oder PCR-Tests im jeweiligen Reiseland durchführen. PCR-Test dürfen maximal 72 Stunden oder Antigen-Test maximal 24 Stunden alt sein.

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Testpflicht gilt für Geimpfte nur bei Rückkehr aus Virusvariantengebiet

Zweifach Geimpfte und Genesene müssen bei der Einreise ihren Impfpass oder eine digitale Bescheinigung über die Impfung zur Hand haben. Sie müssen keinen Coronatest absolvieren und nicht in Quarantäne. Wenn sie aus einfachen Risikogebieten wie derzeit Griechenland oder Hochinzidenzländern wie Spanien kommen, gilt für zweifach Geimpfte und Genese diese Testpflicht nicht. Nur bei Einreisen aus Virusvariantengebieten wie Brasilien oder Südafrika sind auch doppelt Geimpfte und Covid-Genesene von Sonntag an verpflichtet, einen negativen Test vorzuweisen.

Auch die Kategorien von (einfachen) Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten wird nach der Einigung des Kabinetts vom Freitagmittag neu geregelt. Ab sofort wird es nur noch Hochrisiko- und Virusvariantengebiete geben, die Kategorie des einfachen Risikogebiets soll wegfallen. Hochrisikogebiete sind Länder, in denen die Inzidenz deutlich über 100 liegt, die Krankenhäuser voll sind und es nur wenige Tests gibt. Bisher lag die Grenze für ein Hochrisikogebiet bei einer Inzidenz von 200.

Bei der Rückkehr aus Hochrisikogebieten müssen Ungeimpfte eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens ab dem fünften Tag durch Übermittlung eines negativen Tests beendet werden kann. Bei Virusvariantengebieten gilt weiterhin grundsätzlich die 14-tägige Quarantänezeit. Wer aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten nach Deutschland einreist, muss außerdem ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Dieses muss bei der Einreise mitgeführt werden.

 

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