Viele Ärzte wollen nicht öffentlich sprechen
Kollegen, die öffentlich für das Impfen jüngerer Kinder eintreten, spüren zudem ganz konkrete Anfeindungen. So schildert ein niedergelassener Kinder- und Jugendarzt aus dem Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) am Telefon, dass er ein klarer Befürworter der Corona-Impfung von jüngeren Kindern sei: Um das Übertragungsrisiko zu minimieren, sei sie wichtig aus seiner Sicht – auch um letztendlich die Älteren zu schützen. Er habe dies auch gegenüber einem regionalen Fernsehsender erklärt. „Inzwischen will ich nicht mehr mit Namen zitiert werden“, sagt der Arzt. „Die Anfeindungen, die man dann zu spüren bekommt, sind zahlreich.“ Man bekomme beleidigende Mails, auch schlechte Online-Bewertungen der Praxis. „Ich bin entsetzt, dass dieser Arzt ab dem 22.12.2021 den Kindern einen bedingt zugelassenen Gen „Impfstoff“ verabreicht“, schreibt da beispielsweise ein Nutzer.