Coronagegner in Wasungen und Schmalkalden auf der Straße Illegale Demos in der Region zu Ostern

Maskenpflicht und Mindestabstand gelten in öffentlichen Räumen, aber auch bei Ansammlungen von mehreren Menschen im Freien. Coronagegner missachten dies gerne als Zeichen ihres Protests. Foto:  

An den Osterfeiertagen gingen Coronagegner in Wasungen und Schmalkalden auf der Straße.

Wasungen/Schmalkalden - Traditionell finden seit sechs Jahrzehnten an den Osterfeiertagen Ostermärsche in vielen Städten Deutschlands statt. Im Vordergrund dieser Demonstrationen und Kundgebungen stehen Frieden, Entmilitarisierung und nukleare Abrüstung. 2021 nutzten bundesweit auch Corona-Gegner die Feiertage dazu, um auf die Straße zu gehen und ihren Unmut Luft zu machen. In Wasungen versammelten sich am Ostermontag gegen 18 Uhr etwa 50 Demonstranten auf dem Markt. Eingeladen zu dieser Spontan-Demo mit Transparenten und Plakaten wurde über die sozialen Netzwerke. Analog wie an vielen anderen Orten traten auch hier die Aktiven ohne Mund-Nasen-Schutz auf. Beobachter gehen davon aus, dass die ehemaligen Querdenker von Meiningen, die jetzt unter „369 Bündnis für Freiheit und Demokratie“ agieren und sich in den zurückliegenden Wochen fast regelmäßig immer montags um 18 Uhr auf dem Meininger Markt trafen, federführend waren.

Polizeihauptkommissar Stefan Schlott wollte dies auf Anfrage von Meininger Tageblatt aber nicht bestätigen. „Es ist nur so, dass momentan keine Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern stattfinden dürfen“, erklärte er. Deshalb könnte man vermuten, dass Demos erst gar nicht mehr angemeldet und stattdessen jetzt andere Formen des Protest gewählt werden. In Wasungen war es jedenfalls so, dass trotz der Verstöße gegen die AHA-Regeln die Ordnungshüter nicht eingriffen sondern den ansonsten friedlichen Protest laufen ließen, der sich nach knapp einer halben Stunde von selbst auflöste.

Anders in Schmalkalden, wo sich unter der Fahne des sogenannten Neuen Schmalkaldischen Bundes am Gründonnerstag gegen 17 Uhr etwa 60 Menschen an der Straße Hinter der Stadt zu einer nicht angemeldeten Protestkundgebung trafen. Diese Versammlung der Coronagegner ist laut Schlott 20 Minuten später von der Polizei aufgelöst worden. Auch dort wurde gegen die AHA-Regeln verstoßen, indem unter anderem kein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde. Einige Teilnehmer müssen mit einer Anzeige rechnen. ob

 

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