Corona Zweites Testzentrum in Hildburghausen eröffnet

Jaqueline Ittner ist die Erste im frisch geöffneten zweiten Testzentrum in Hildburghausen. Die Medizinerin Edelgard Werneburg nimmt den Test ab. Foto: /B. Frank

In Hildburghausen ist das zweite Testzentrum des Landkreises eröffnet worden. Dort können sich einmal pro Woche die Bürger des Landkreises kostenfrei auf eine Corona-Infektion testen lassen.

Hildburghausen - Als um Punkt 14 Uhr die Testungen beginnen, hat sich am Seiteneingang des Kreisjugendring-Gebäudes eine kleine Schlange gebildet. Lange warten muss niemand, bis er dran ist, den Test abgenommen zu bekommen. Erst für danach muss man ein wenig Zeit einplanen. Zirka 15 Minuten dauert es, bis die Schnelltests ihr Ergebnis anzeigen.

Unter den ersten in der Testschlange sind am Sonntagnachmittag Christa und Friedel Hablitzel aus Heubach. Die beiden haben auch direkt einen guten Grund. „Wir wollen die Schwägerin besuchen“, erklärt Friedel Hablitzel. Da sie zur Zeit eine Chemotherapie mache, wollten beide auf Nummer sicher gehen. Direkt nach dem Test sollte es mit dem Auto in Richtung Sachsen gehen, erzählen sie. Eine andere Dame muss am Montag zur OP ins Krankenhaus. „Da kann ich den Test heute schon erledigen“, sagt sie.

Das Testzentrum ist in dieser Woche am Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag geöffnet. Für die Besucher des Freizeitzentrums gehen darum kleine Einschränkungen einher. Am Nachmittag ist das Gebäude für zwei Stunden, während der Tests geschlossen.

In Hildburghausen ist der DRK-Kreisverband federführend bei der Betreuung des Testzentrums. Einsatzleiter Marko Trautwein ist zuversichtlich, dass die Anzahl der Tests für die kommenden Tage reichen werde. „Wir sammeln auch erst einmal Erfahrungswerte“, sagt Trautwein. Das gelte etwa auch für den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern. Nach einem Aufruf des Landratsamtes haben sich etwa 30 Personen gemeldet. „Darunter sind erfreulicherweise auch einige mit medizinischer Vorbildung“, sagt er. Eine Zahnärztin im Ruhestand etwa, oder Medizinstudenten. Aber man sei über jede Unterstützung dankbar. Neben dem Abnehmen des Test, benötige es auch Hilfe bei der Registratur der Testwilligen.

„Wir haben aber alle Interessenten komplett geschult, so dass jeder an jeder Station eingesetzt werden könnte."

Auch Beatrice Beck, Leiterin des kreislichen Rechtsamtes ist mit dieser Situation zufrieden. „Weil wir ja noch weitere Testzentren öffnen wollen, ist es gut, dass sich viele Bürger gemeldet haben. Wir werden sie dann möglichst wohnortnah einsetzen“, sagt sie.

Mit regelmäßig möglichen Tests in den Testzentren sollen Voraussetzungen für die Öffnung des sozialen Lebens im Landkreis geschaffen werden, hatte Dirk Lindner gesagt. Der stellvertretende Landrat steht der Arbeitsgruppe „Test- und Öffnungsstrategien im Landkreis vor.

Im nächsten Schritt soll voraussichtlich in Römhild das dritte Testzentrum öffnen.

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