Corona Zwei Patienten aus Hildburghausen nach Osnabrück verlegt

Aus der Hildburghäuser Klinik ging es für zwei Patienten ins mehrere hundert Kilometer entfernte Osnabrück Foto: frankphoto.de/Bastian Frank

Am Wochenende sind erstmals zwei Intensivpatienten über das Kleeblattprojekt der intensivmedizinischen Betreuung aus Hildburghausen in ein anderes Bundesland verlegt worden. Sie werden nun in Osnabrück (Niedersachsen) versorgt.

Hildburghausen - Am Wochenende sind erstmals zwei Corona-Patienten aus dem Hildburghäuser Krankenhaus in ein anderes Bundesland – außerhalb Regiomeds – verlegt worden. Beide Patienten mussten intensivmedizinisch betreut werden und sind nach Osnabrück in Niedersachsen verlegt worden, teilt der Hildburghäuser Krankenhausdirektor Marco Zipfel mit.

Am Wochenende sei die Intensivstation das Nadelöhr im Krankenhaus gewesen, weil die Betten belegt gewesen seien. Über das Kleeblattkonzept konnten daher auf rasche Weise die Patienten in eine Region verlegt werden, in der die Intensivkapazitäten noch nicht derart überlastet gewesen sind. Das habe gut geklappt, so Zipfel. „Aktuell sind wir wieder auf einem stabilen Stand. Die Klinik ist wieder aufnahmefähig, auch für andere Intensivfälle“, schildert der Krankenhausdirektor am Dienstagnachmittag.

Im Krankenhaus würden am Dienstag 32 Covid-Patienten versorgt, davon vier auf der Überwachungsstation. Auf der Intensivstation werden derzeit vier Patienten behandelt, alle vier beatmet, alle vier nicht geimpft, das Durchschnittsalter liegt bei knapp 60 Jahren.

Noch nicht gebessert habe sich die personelle Lage. Es können weiter 30 Betten im Hildburghäuser Klinikum nicht belegt werden, weil dafür das betreuende Personal fehlt. Aktuell ist die geriatrische Reha geschlossen, „damit wir den Akutbereich stärken können“, so Zipfel. 55 Mitarbeiter des Hildburghäuser Klinikums sind derzeit erkrankt. 21 von ihnen Covid-positiv.

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