Corona-Variante Erster Nachweis der britischen Mutation

In zwei Schulen im Landkreis Sonneberg bleiben die Stühle leer. Weil sich ein Schüler angesteckt hat, müssen auch Klassenkameraden zuhause bleiben. Foto: Zitzmann/Carl-Heinz Zitzmann

Ein Mann aus Föritztal ist an der neuartigen Variante des Corona-Virus erkrankt. Ein entsprechender Verdacht bei insgesamt fünf Infizierten hat sich somit in einem Fall bestätigt.

Sonneberg - Im Landkreis wurde erstmals im Verlauf der Pandemie eine Mutationsvariante des Coronavirus nachgewiesen – konkret die britische Variante B.1.1.7. Betroffen ist ein Mann aus der Gemeinde Föritztal, der sich in häuslicher Isolation befindet, teilte Sonnebergs Landratsamtssprecher Michael Volk am Mittwoch mit. Im Ergebnis einer Sequenzierung hat sich der dringende Anfangsverdacht auf Vorliegen einer Mutation bestätigt, der sich aus einem vorangegangenen Screeningverfahren der positiven PCR-Probe ergab. Nach Screeningsverfahren wurden dem Landratsamt in der vergangenen Woche insgesamt fünf Verdachtsfälle auf Vorliegen einer Mutation gemeldet (Freies Wort vom 27. Januar). Der nun eingegangene Nachweis betrifft einen dieser Fälle.

Keine neue Entwicklung gibt es ansonsten beim aktuell nachgewiesenen Ausbruchsgeschehen in verschiedenen Einrichtungen. Allerdings macht sich eine Korrektur bezüglich der gestrigen Berichterstattung erforderlich. So hieß es unter Bezug auf die Infektionslage in der Kindertagesstätte „Wirbelwind“, dort habe eine Erzieherin mehrere Kontaktpersonen angesteckt. Dies ist falsch. Die Kontaktpersonen in der Einrichtung – es handelt sich um drei weitere Angehörige des pädagogischen Personals plus die Jungs und Mädchen aus dem Bereich der Unter-Dreijährigen – müssen zwar als Verdachtsfälle häusliche Quarantäne hüten. Doch weitere Erkrankungen gibt es nicht. Die Chance, dass dies so bleibt, ist hoch. Wie Einrichtungsleiterin Heike Oberender äußert, blieben alle bisherigen Tests bei den Beteiligten ohne Befund. Damit ist zudem die Annahme plausibel, dass sich die Betroffene in einem privaten Umfeld das Virus eingefangen hat und sich die Infektionskette rechtzeitig durchbrechen ließ, noch bevor sie die Kita in der Weidhäuser Straße erreicht hatte.

Infolge eines infizierten Schülers bleibt es derweil am Förderzentrum Sonneberg bei der Quarantäne für dessen unmittelbare Klassenkameraden bzw. für fünf Angestellte der Schule. Auch am Neuhäuser Gymnasium – hier muss ein erkrankter Schüler bzw. drei seiner Mitschüler als Kontaktpersonen Quarantäne wahren – gilt es das Ergebnis einer Reihentestung der Schüler und Lehrer der zwölften Klasse abzuwarten. Unverändert ist ebenso die Situation im Steinacher Seniorenzentrum mit drei bestätigten Infektionen unter den Bewohnern. Auch in dieser Einrichtung steht das Ergebnis eines Massentests unter allen weiteren Bewohnern bzw. Angestellten des Heims aus.

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