Meiningen - Am Montagabend gingen in der Theaterstadt schätzungsweise 800 Menschen friedlich auf die Straße. Das waren mehr als an den Montagen zuvor. Der Protestzug setzte sich auf dem Marktplatz in Bewegung. Die Route führte wie in den Wochen zuvor über die Fußgängerzone in der Georgstraße (im Bild) über Marienstraße, Neu-Ulmer Straße und Anton-Ulrich-Straße zurück auf dem Marktplatz. Einige Teilnehmer liefen mit Kerzen in der Hand, andere machten mit Trillerpfeifen auf sich aufmerksam. Mitten im Zug spielte ein Teilnehmer in geringer Lautstärke Musik ab. Zu hören war unter anderem die bekannte Westernhagen-Hymne „Freiheit“. Die Polizei war mit kleiner Besatzung vor Ort. Vorkommnisse gab es nicht. Mit Unverständnis reagierte eine Teilnehmerin des „Spaziergangs“ auf die jüngste Entscheidung des Robert-Koch-Instituts, wonach der Genesenen­status von sechs auf drei Monate verringert wurde. „In der Schweiz hat man den Genesenenstatus auf ein Jahr verdoppelt, in Deutschland auf drei Monate verkürzt. Das versteht doch kein Mensch“, sagte sie.