Corona-Pandemie Bis zu 93 Menschen arbeiten an der Bewältigung der Pandemie

Petra Enders. Foto: Andreas Heckel

Im Landratsamt des Ilm-Kreises arbeiten aktuell bis zu 93 Menschen an der Pandemiebewältigung. Das Land hat derweil zum zweiten Tag in Folge keine aktuellen Corona-Zahlen für den Ilm-Kreis veröffentlicht.

Arnstadt - Im Landratsamt des Ilm-Kreises arbeiten aktuell bis zu 93 Menschen an der Pandemiebewältigung. Darüber informierte Landrätin Petra Enders in dieser Woche auf Anfrage von Freies Wort.

Diese Menschen arbeiten an der Umsetzung eines Drei-Säulen-Modells. Die erste Säule bildet hierbei das Kontaktmanagement. Hier sind bis zu 25 Mitarbeiter je nach Infektionslage beschäftigt. Zu den Aufgaben gehören die telefonische Betreuung der Menschen in Quarantäne, das Erstellen von Quarantänebescheiden und die Betreuung des Informationstelefons für Reiserückkehrende und weitere allgemeine Fragen.

Die zweite Säule bildet der Bereich Abstrichkoordination. Hier sind aktuell elf Mitarbeiter beschäftigt. Unterstützt werden sie durch eine nicht genannte Anzahl von Bundeswehrsoldaten. Sie sind verantwortlich für die Koordination, Organisation und Durchführung der Abstriche in den beiden Abstrichstellen in Ilmenau und Arnstadt, die der Landkreis unterhält und der mobilen Abstrichteams, die im ganzen Landkreis unterwegs sind.

Dritte und letzte Säule ist die Kontaktermittlung und Recherche. Damit sind 48 Mitarbeiter betraut. Sie erhalten Unterstützung von vier Scouts des Robert-Koch-Instituts, fünf Bundeswehrsoldaten sowie Studenten. Sie ermitteln die Kontaktpersonen nach den verschiedenen Kategorien, legen die Quarantäne und Isolation für die Infizierten fest und können die in Isolation befindlichen Personen aus dieser wieder entlassen. Außerdem betreuen sie die Reiserückkehrer, prüfen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte und kontrollieren in Einrichtungen.

Wie Landrätin Petra Enders zu Wochenbeginn mitteilte, habe dieses System, welches sie im vergangenen Jahr selbst entwickelt und eingeführt habe, bis jetzt gut gegriffen. Sie hatte dabei auf eine Inzidenz von 46,1 Fällen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verwiesen.

Mittlerweile sind die Zahlen wieder deutlich gestiegen. Berücksichtigt man die Fall-Zahlen, die das Landratsamt in den vergangenen Tagen gemeldet hat, hat sich die Inzidenz im Laufe der Woche mehr als verdoppelt und liegt aktuell beim Wert 111. Das Landratsamt vermeldete am Freitag, dass sich im Ilm-Kreis 17 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Das Gesundheitsamt ermittelt zu 219 bestätigten, aktiven Fällen. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden zwölf bestätigte Fälle, einer davon beatmet auf der Intensivstation, und elf Verdachtsfälle, davon einer auf der Kinderstation, isoliert behandelt.

Das Land Thüringen hat derweil zum zweiten Tag in Folge keine neuen Zahlen für den Ilm-Kreis veröffentlicht. Zählt man die vom Landratsamt vermeldeten Fälle zu den Landeszahlen hinzu, haben sich seit Pandemiebeginn insgesamt 3304 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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