Corona-Pandemie Thüringen weiterhin mit höchstem Krankenstand

Noch immer sind in Thüringen besonders viele Arbeitnehmer wegen Coronaerkrankungen krankgeschrieben. Foto: dpa/Jens Büttner

Die Zahl der Krankschreibungen wegen des Coronavirus gehen zwar auch in Thüringen zurück, doch nach Daten der Krankenkasse Barmer weist der Freistaat weiterhin die höchsten Werte im Vergleich der Bundesländer auf.

Die Inzidenzen in den Thüringer Landkreisen sind seit Wochen rückläufig. Und auch auch Zahl der Krankmeldungen aufgrund von Corona gehen zurück. Wie die Krankenkassen Barmer am Freitag in Erfurt berichtet, sei die Zahl der coronabedingten Krankschreibungen in Thüringen erstmals in diesem Jahr deutlich rückläufig. Dennoch sei die Zahl der Krankschreibungen im Zusammenhang mit der Pandemie bezogen auf die Zahl der Erwerbstätigen die höchste in ganz Deutschland. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) unter versicherten Erwerbstätigen der Kasse hervor.

Demnach war Ende März (Kalenderwoche 13) ein Höhepunkt erreicht, als die Rate der Beschäftigten mit coronabedingtem Krankenschein bei 360 je 10 000 Erwerbstätige mit Krankengeldanspruch lag. Bis Mitte April ist sie auf 249 gesunken. Trotz des deutlichen Rückgangs gibt es in keinem anderen Bundesland so viele Krankschreibungen wegen Corona wie in Thüringen.

Auf Platz zwei und drei befinden sich Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz mit 226 beziehungsweise 214 Betroffenen je 10 000 Anspruchsberechtigten, die Mitte April aufgrund einer Corona-Infektion krankgeschrieben waren. Hamburg bildet das Schlusslicht mit 113 Krankgeschriebenen je 10 000 Anspruchsberechtigten.

Die IHK Südthüringen hatte bei der Auswertung ihrer jüngsten Konjunkturumfrage am Donnerstag festgestellt, dass noch immer viele Unternehmen einen hohen Krankenstand beklagen würden. Das mache für viele Unternehmen die Planung von Schichten oder die fristgerechte Abwicklung von Aufträgen sehr schwierig, hieß es von der Kammer.

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