Unterdessen wurde am Freitag auch eine Sondersitzung des Landtages wegen der Corona-Infektion einer Abgeordneten und mehreren Quarantänefällen abgesagt.
Die CDU-Fraktion hat mit Kritik auf die von Rot-Rot-Grün angekündigten weiteren Corona-Beschränkungen reagiert. Nötig seien klare und harte Maßnahmen, forderte CDU-Fraktionschef Mario Voigt am Freitag. «Anstatt weiter zu zögern und mit unklarem Kurs durch die Krise zu steuern, brauchen wir klare Zeitpläne und Regeln für die Schulen, Landkreise und Unternehmen.»
Die CDU plädiert für strenge Beschränkungen vor und nach den Festtagen. An den Weihnachtsfeiertagen müsse aber die Möglichkeit für Familientreffen gegeben werden. Viele Familien hätten sich mit weitgehender Kontaktreduzierung bereits auf die Festtage vorbereitet und ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit gezeigt. Gegen entsprechende Verbote auch über Weihnachten würde ohnehin größtenteils verstoßen werden.
Auch bundesweit rückt ein harter Lockdown näher. Angesichts der rasant steigenden Neuunfektionen und Todesfälle drängen Bund und Länder auf Entscheidungen: Voraussichtlich noch am Wochenende wollen sie über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten, die zumindest zum Teil noch vor Weihnachten Inkrafttreten könnten.
In einer früheren Version dieses Textes hieß es, die Landesregierung habe beschlossen, die Kontaktbeschränkungen auszuweiten. Das hatte die Staatskanzlei in der Nacht so mitgeteilt. Inzwischen hat die Landesregierung diese Angabe aber zurückgezogen. Der entsprechende Passus sei unbeabsichtigt in den Beschluss der Landesregierung geraten, hieß es. Es habe zwar eine entsprechende Diskussion dazu im Kabinett gegeben, aber keinen Beschluss. Bei den Kontaktbeschränkungen in Thüringen sollen die bislang geltenden Regeln bestehen bleiben.
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