Corona-Pandemie Mutation: Kita und Schule müssen schließen

In der Ziolkowskischule gab es mehrere Corona-Fälle. Foto: /Andreas Heckel

Wegen positiver Corona-Fälle müssen eine Kita und eine Schule im Ilm-Kreis bis 6. April schließen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis überschreitet derweil die 250er-Marke.

Ilmenau/Stadtilm/Arnstadt - Die Grundschule Ziolkowski in Ilmenau und der Kindergarten Regenbogen in Stadtilm wurden vom Gesundheitsamt des Ilm-Kreises bis voraussichtlich 6. April geschlossen. Grund dafür sind nachgewiesene Fälle von Coronavirus-Mutationen. Darüber informierte das Landratsamt in Arnstadt am Freitag.

Nach bisherigem Stand wurden in der Ziolkowskischule drei Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Für 56 Schüler und vier Personalkräfte wurde die Quarantäne angeordnet. Bei einer infizierten Person wurde die britische Mutation nachgewiesen. „Das ist der ausschlaggebende Punkt, weshalb die Schule geschlossen werden muss“, teilt eine Sprecherin im Landratsamt auf Nachfrage mit. So solle ein weiteres, unkontrolliertes Verbreiten des Virus verhindert werden. Größere Auswirkungen auf den Unterricht hat die Schließung nicht, schließlich starten Thüringens Schüler gerade in die Osterferien. Durch die Schließung wird es aber auch keine Hortbetreuung in der Schule geben können.

In der Kindertagesstätte Regenbogen in Stadtilm wurden nach derzeitigem Stand zwei Infektionen nachgewiesen. Betroffen sind nach den Ermittlungen des Gesundheitsamtes die Kinder und ErzieherInnen der Gruppen 3 und 4 sowie 5 und 6. Bei einer der Infektionen wurde die hochansteckende britische Mutation nachgewiesen. Durch die Schließung ist auch eine Notbetreuung nicht mehr möglich.

Beide Einrichtungen wurden nach Angaben des Landratsamtes am Donnerstagnachmittag und -abend mündlich über die Schließung informiert.

Positive Coronafälle gab es darüber hinaus in drei weiteren Kitas. Hier wurden zwei Kinder und ein Angehöriger positiv getestet. An sechs weiteren Schulen wurden sechs Kinder und zwei Angehörige positiv getestet. In zwei Pflegeeinrichtungen wurden zwei Mitarbeiter positiv getestet. In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung traten Infektionen bei einem Mitarbeiter, zwei Bewohnern und sechs Angehörigen auf.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat derweil die 250er-Marke übersprungen. Sie lag laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bei 253 Fällen je 100 000 Einwohner. Das Gesundheitsamt ermittelt mit Stand vom Donnerstag zu 473 bestätigten, aktiven Fällen. 55 neue Fälle sind laut RKI binnen 24 Stunden hinzugekommen. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden 23 bestätigte Fälle, fünf davon auf Intensivstation, einer davon beamtet, isoliert behandelt.

Autor

 

Bilder