Der „Spiegel“ berichtete Ende Januar, dass seit Juni etwa in Belgien das Abwasser systematisch untersucht wird. Als die neue, ansteckendere Mutation in Großbritannien auftauchte, gelang bald darauf auch in Österreich und der Schweiz der Nachweis im Abwasser. Auf derlei Erfolgsmeldungen wartet man hierzulande noch vergebens. Zwar arbeiten etliche Forschungsgruppen am Thema, unter anderem in Leipzig, Frankfurt am Main, Berchtesgaden und Oldenburg, aber eine umfassende nationale Untersuchungsstrategie fehlt. Die Forschung ist regional zersplittert, die Politik trödelt. Zum Thema Abwasser findet sich in den jüngsten Beschlüssen der Kanzlerin und der Länderchefs kein Wort.