Corona-Krise Arbeitsgruppen sollen lokale Wirtschaft unterstützen

Das Ilmenauer Rathaus. Foto: Stefanie Lieb

Um die Ilmenauer Gewerbetreibenden zu unterstützen, ist die Berufung verschiedener Arbeitsgruppen geplant, die von Stadträten geleitet werden sollen.

Ilmenau - Um die Ilmenauer Gewerbetreibenden zu unterstützen, ist nächsten Woche die Berufung verschiedener Arbeitsgruppen (AGs) geplant, die von Stadträten geleitet werden sollen. Die Organisation der AGs werden die beiden Wirtschaftsförderer der Stadtverwaltung übernehmen. Darauf haben sich die Mitglieder des Stadtrats-Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr (WUV) am Mittwoch in einer Videokonferenz verständigt.

Zur Diskussion gestellt hatte Wirtschaftsförderer Tino Wagner die AG-Bildungen für jeweils kleinere Gruppen von Gewerbetreibenden, da sich so die Probleme einzelner Gewerbe schneller lokalisieren lassen würden. Thematisch könne man das unterteilen nach Innenstadt, Gastronomen, Händler, Physiotherapeuten, Friseure, Nagelstudios, Künstler und sonstige Gewerbetreibende. Einige Tage zuvor hatte die AfD-Stadtratsfraktion die Bildung eines runden Tisches mit Händlern, Gewerbetreibenden und der Stadtverwaltung angeregt, um deren wirtschaftliche Probleme in der Corona-Pandemie zu erörtern. Stadtrat Christian Hansch (AfD) sagte am Mittwoch, er „schätze die Lage als sehr prekär ein und sehe dringenden Handlungsbedarf“ – bezogen auf vorangegangene Gespräche mit Händlern und Kaufleuten.

Keine Probleme und Einzelschicksale

Bevor es online zur Diskussion kam, stellte Wirtschaftsförderer Tino Wagner eine ausführliche Präsentation der derzeitigen wirtschaftlichen Situation der Firmen in Ilmenau vor ( Freies Wort berichtete am 5. Februar: „Ilmenaus Firmen geht es überraschend gut“). Darin wies er anhand von Datensätzen darauf hin, dass die Mehrzahl der IT- und Technologiefirmen keine Probleme hätten. Hingegen gäbe es natürlich schwierige Einzelschicksale im Einzelhandel und der Gastronomie.

Von mehreren Seiten wurde die Schwerfälligkeit diverser staatlicher Corona-Hilfspakete kritisiert, bevor man sich nach längeren Diskussionen einigte. „Es gibt spezielle Probleme in einzelnen Branchen, die müssen auch dort in kleinen Interessengruppen diskutiert werden“, sagte Bürgermeisterin Beate Misch, sonst würden nur Rede-Runden entstehen, die nicht zu konkreten Ergebnissen führen. Das sah der WUV-Vorsitzende Matthias Wetzel auch so: „ Wir initiieren die AGs.“ Die Ausschussmitglieder sollten sich bis nächste Woche überlegen, wer sich in welche Gruppe einbringen will, dann könnten die Wirtschaftsförderer das bündeln und die AGs könnten zeitnah ihre Arbeit aufnehmen. Die meisten Stadträte wollten das Thema bis dahin in ihren Fraktionen erörtern. Eine sofortige Zusage zur AG-Mitarbeit im Bereich Mittelstand machte Christian Hansch. app

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