Corona Impf-Termine ab 4. Januar: Zwei Jahre Impfzeit

In den USA laufen die Impfungen bereits. Foto: dpa/Brian Snyder

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat weitere Details zu den Corona-Schutzimpfungen veröffentlicht. Demnach wird es zwei Jahre dauern, um die Hälfte der Thüringer zu impfen.

Erfurt - Thüringer, die sich gegen Corona impfen lassen wollen, brauchen Geduld. Das Gesundheitsministerium in Erfurt hat am Dienstag weitere Daten dazu veröffentlicht, wie die Impfungen ablaufen sollen. Demnach soll ab dem 4. Januar die Termin-Vergabe für die Menschen erfolgen, die in der ersten Gruppe der Impfungen sind. Höchste Priorität haben demnach Personen ab 80 Jahren, Beschäftigte in Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen sowie Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit einer hohen Ansteckungsgefahr.

Den Angaben zufolge werden in der letzten Dezember- und den ersten beiden Januar-Wochen jeweils knapp 9750 Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft. Zunächst werden daher nur mobile Impf-Teams in den Einrichtungen unterwegs sein. Die Arbeit in den Thüringer Impfstellen wird demnach am 13. Januar aufgenommen.

Ab der vierten Kalenderwoche rechnen die Behörden dann damit, dass jeweils knapp 10 000 Menschen pro Woche dann die Erst- und ebensoviele die Zweitimpfung erhalten können. Bei dieser Geschwindigkeit würde es also etwa 100 Wochen oder knapp zwei Jahre dauern, um die Hälfte der rund 2,1 Millionen Thüringer zu impfen.

Den aktuellen Daten zufolge bekommt Thüringen pro Woche – beginnend mit dem 28. Dezember – jeweils 19 500 Impfdosen. Das Land folge der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, für den Fall von Lieferproblemen die Hälfte für die Zweitimpfung aufzuheben, die nach etwa drei Wochen erfolgen soll. Auf diese Weise kommt die Zahl von 9750 oder knapp 10 000 Impfungen zustande. Diese Berechnungen reichen bis zur 7. Kalenderwoche 2021. Dann könnte es eventuell auch einen zweiten Impfstoff geben.

Gesundheitsministerin Werner bat um etwas Geduld: „Ich weiß, dass viele Menschen ungeduldig auf die Impfung warten. Bei der Festlegung der Reihenfolge müssen wir aber solidarisch sein und den Schutz zuerst denjenigen geben, die am verletzlichsten sind. Daher wird das Angebot der Impfstellen in den ersten Wochen des Jahres nur für die Personengruppe mit der höchsten Priorität offenstehen, also Menschen über 80, Beschäftigte von Pflegeheimen und Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten. “

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