Sorgenfalten in der Branche glätten sich
Deutschlands Computerspiele-Branche hat turbulente Jahre hinter sich. In der Coronazeit ging die Nachfrage nach Games durch die Decke - die Menschen waren viel zu Hause und es wurde viel gezockt. Nach dieser Hochphase allerdings gab es eine Bauchlandung, was an einem Auf und Ab der Förderpolitik des Bundes lag und an einer wachsenden Zurückhaltung von Investoren. Eine Reihe von Studios gab auf und machte dicht.
Inzwischen hat sich die Lage verbessert, wie eine Branchenumfrage des Verbands Game ergab: 29 Prozent der befragten Firmen blicken sehr oder eher positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche, das sind mehr als doppelt so viele wie vor zwei Jahren (12 Prozent). Die Bundesregierung hat den Fördertopf in Zeiten knapper Staatskassen erheblich vergrößert, nächstes Jahr sollen 125 Millionen Euro fließen. Die passionierte Gamerin Dorothee Bär (CSU) hat die Zuständigkeit für Games in ihr Bundesforschungsministerium geholt.
Nachdem das Wehklagen der Branche über zu wenig Bundesmittel jahrelang laut war, könnte es künftig zu der merkwürdigen Situation kommen, dass im Fördertopf mehr Geld ist als gebraucht wird. "Die größte Sorge ist, dass das Geld jetzt nicht abfließt", sagte Computerspiele-Lobbyist Falk bei der Entwicklerpreis-Show und appellierte an die 500 Gäste: "Schreibt fleißig Anträge und macht fantastische Spiele, damit wir gemeinsam vorankommen."