Commerzbank Sonneberg zieht positive Bilanz Tolles Team, gute Kundenbindung und breit gewachsen

as Mitarbeiter-Team in der Sonneberger Filiale (von links): Marktbereichsleiterin Susanne Bloß, Patricia Bischoff-Grünbeck, Lisa Böhnlein, Tamara Dreßel, Andre Schuster, Claudia Seidel, Marco Pehnelt und Lina Krüger. Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Trotz Corona ist 2020 für die Commerzbank ein gutes Jahr. Man kann im Marktbereich Sonneberg mehr neue Kunden gewinnen, steigert den Verlauf von Wertpapieren und verzeichnet ein starkes Wachstum bei der Baufinanzierung.

Sonneberg - „Das letzte Jahr war nicht einfach, aber für wen war es das schon?, fragt Stefan Hecht. Im Rückblick ist der Leiter der Niederlassung Würzburg, zu dem auch der Marktbereich Sonneberg/Coburg gehört, jedoch zufrieden. „Als Hausbank pflegen wir zu vielen unserer Kunden langjährige Beziehungen. Dadurch kennen wir ihre Geschäftsmodelle gut und konnten sie schnell unterstützen“, ist er zufrieden. Das Geschäftsjahr ist trotz einiger Widrigkeiten gut gelaufen und man kann optimistisch in die Zukunft schauen.

Insgesamt hat die Commerzbank bundesweit 7,7 Milliarden Euro KfW-Coronakrediten bereitgestellt, davon 65 Millionen Euro im Marktbereich Coburg/Sonneberg. Nicht alle Branchen sind von der Corona-Krise gleich betroffen. Einige, wie der Lebensmittel- oder der Onlinehandel und die Medizintechnik haben davon profitiert. Andere wie die Gastronomie, die Reise- und Modebranche oder die Automobilindustrie zählen eindeutig zu den Verlieren. Sie standen plötzlich vor der Frage Wie weiter? Einnahmen blieben aus, aber die Zahlungen liefen weiter. „Da wir mit vielen unserer Kunden schon lange zusammenarbeiten, wussten wir schnell wo der Schuh drückt und haben reagiert“, erklärt er. Innerhalb von 48 Stunden hatte man eine digitale Antragsstrecke aufgebaut und konnte über 3000 Händler mit Commerzbank.Hilft.de unterstützen. „Unsere Berater haben gerade in der Anfangszeit Tag und Nacht gearbeitet, um Lösungen zu finden“, fährt er fort und möchte ihnen allen dafür ein großes Lob aussprechen. „Wir mussten schnell sein und wir waren es“, ist nicht nur er zufrieden. Noch bevor die Programme von Bund und Ländern griffen, legte man eigene Hilfen auf. Als dann klar war, welche Gelder über KfW-Kredite laufen, konnte man diese innerhalb von ein bis zwei Tagen umsetzen. Die Kunden waren, so belegt die Zufriedenheitsmessung, die die Bank regelmäßig startet, darüber sehr dankbar und sprachen ihren Beratern großes Lob aus.

Auch manch Privatmann oder -frau brauchte finanzielle Unterstützung. „Und auch die war problemlos möglich“, erzählt Marktbereichsleiterin Susanne Bloß. Ohne großes Tamtam wurde nur eine Email an die entsprechende Stelle geschickt und kur die Situation begründet. „Das hat dann anstandslos geklappt und die Leute haben schnell ihr Geld bekommen“, ist sie froh.

Die Unterstützung von Unternehmen und auch Privatleuten in schwierigen Zeiten wie diesen ist jedoch nur eine Seite. Auch im Bankgeschäft machten sich durch die Pandemie einige Veränderungen deutlich. „Die Digitalisierung“, nennt Susanne Bloß ein Beispiel. Zum einen in der Arbeit selber, musste manches nun auch mal im Homeoffice abgearbeitet werden. „Aber unsere Filiale in Sonneberg war nur vier Wochen zu“, ist nicht nur sie stolz. Während dieser Zeit war der Großteil der Mitarbeiter vor Ort, um mal zu helfen, wenn man an einem der Automaten nicht zurechtkam oder auch mal eine Frage zu beantworten. Am Telefon konnte man auch in dieser Zeit nach wie vor die vertraute Stimme des Beraters hören. Ungewohnt waren jedoch die Beratungen zu bestimmten Bankangelegenheiten, die nun nicht mehr im persönlichen Gespräch über die Bühne gehen konnten, sondern per Videokonferenz abgehalten werden mussten. „Inzwischen haben sich viele aber daran gewöhnt“, weiß sie.

Manch einer hatte sich bis dahin partout dagegen gewehrt, Online-Banking zu machen. Aber einmal probiert, war es dann doch gar nicht so schwer. „Viele Unternehmen haben sich stärker mit dem Thema beschäftigt und erledigen immer mehr Finanzgeschäfte digital“, weiß Stefan Hecht. „Bei den Privatkunden ist es ähnlich, ergänzt Susanne Bloß. Hier ist die Zahl der Banking-App-Nutzer im Marktbereich Coburg im vergangenen Jahr um 28 Prozent gestiegen. Mehr als 1,7 Millionen Kunden nutzen heute aktiv die App. Über 90 Prozent der Überweisungen erfolgen inzwischen online. Damit liegt die Zahl der digitalen Überweisungen im Monat inzwischen bei 11,7 Millionen. Bei den Unternehmern sind es sogar 100 Prozent, die diesen Service nutzen. „Einfacher und auch sicherer“, begründen die Bankleute, denn eine online-Überweisung kann man sehr schwer fälschen. Gut angenommen wird auch, dass die Commerzbank ihre Banking-App stetig weiter entwickelt. So kann man seit Juli 2020 zum Beispiel auch Wertpapiere per Smartphone kaufen oder verkaufen.

Eine größere Rolle spielen die digitalen Kanäle aber auch bei der Neukundengewinnung. So kam bereits jeder dritte Neukunde im vergangenen Jahr bereits online zur Commerzbank. „Insgesamt haben wir 2020 im Marktbereich Coburg / Sonneberg 574 neue Kunden gewinnen können“, freut sich die Marktbereichsleiterin mit ihrem Team. Insgesamt sind es damit 18216 Privatkunden, denen sie in allen Fragen der Finanzen zur Seite stehen.

Leicht gewachsen ist auch die Zahl der Firmenkunden und zwar genau um 156. Insgesamt betreut die Commerzbank in der Region Coburg/Sonneberg jetzt rund 5300 Unternehmer. Für sie hat man im letzten Jahr die Kreditvergabe verdoppelt und neue Kredite in Höhe von 32 Millionen Euro ausgereicht.

Zugenommen hat im vergangenen Jahr auch die Kartenzahlung. Klar, um Kontakte zu vermeiden, hat man in vielen Geschäften auf einen bargeldlose Zahlung umgestellt und manch einer zückt jetzt sogar beim Bäcker oder beim Fleischer seine Karte.

Verstärkt nachgedacht wird auch über die Geldanlagen. Die Zeiten, in denen es hohe Zinsen gab, sind leider schon lange vorbei. Das wissen die meisten. Sparen ist jetzt nicht nicht mehr der Hit. Lediglich eine Reserve möchte man haben, schließlich kann ja mal die Waschmaschine kaputt gehen oder am Auto eine größere Reparatur anstehen. „Aus Sparern werden Anleger“, wissen Susanne Bloß und Stefan Hecht. Viele, so erklären sie, haben den Kurssturz im Frühjahr 2020 genutzt und Wertpapiere gekauft – davon einige zum ersten Mal. Besonders beliebt waren Wertpapiersparpläne: Ihre Zahl stieg um 20 Prozent. Insgesamt hat sich das Depotvolumen auf 102 Millionen Euro erhöht. Mit speziellen Beratungen möchte man daran anknüpfen und den Kunden die neuen Anlageformen schmackhaft machen. „Keiner soll Strafzinsen zahlen“, ist man sich einig.

Im ersten Moment überraschend ist der Anstieg bei den Baufinanzierungen. Allein im letzten Jahr konnten im Marktbereich Coburg knapp 60 Millionen Euro für neue Baufinanzierungen ausgereicht werden. Das sind noch mal fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr und lässt das Bestandsvolumen damit auf 251 Millionen Euro anwachsen. Der Grund ist jedoch nachvollziehbar. Den Lockdown in einer Wohnung vielleicht noch ohne Balkon zu überstehen, ist für viele schwierig. Der Wunsch nach einer Immobilie im Grünen wurde verstärkt und manch einer entschied sich, das jetzt anzugehen. Einige befürchten aber auch, dass ihr Geld vielleicht bald nicht mehr viel wert ist. Dann doch lieber in etwas investieren, was von Dauer ist. Neben den eigentliche Neubauten wollten viele aber auch, dass ihr Zuhause noch etwas schöner ist. In den Urlaub fahren konnte man nicht und auch sonst gab es nicht viel zum Geld ausgeben. Ein Pool, von dem man schon lange geträumt hatte, oder ein neues Bad wurden dann mit Unterstützung der Bank in Angriff genommen. Wer dann noch nachhaltig dachte, wurde noch mehr unterstützt, gibt es dank der „grünen Baufinanzierung“, die die Commerzbank aufgelegt hat, noch einen Zinsrabatt. Wer möchte, kann auch in den neuen Fonds „Klimavest“ einsteigen und hat erstmals die Möglichkeit, direkt in nachhaltige Energieprojekte wie beispielsweise Windparks investieren.

Immer mal wieder macht das Gerücht, dass die Commerzbank in Sonneberg ihre Pforten schließt, ihre Runde. So auch erst wieder während der vierwöchigen Schließzeit. „Das war aber nur wegen Corona“, betonen Susanne Bloß und Stefan Hecht. Strategie 2024 ist eine voll digitale Bank mit persönlicher Beratung und konsequentem Fokus auf Nachhaltigkeit Dazu wird die Bank die digitalen Stärken der Comdirect mit der Beratungskompetenz der Commerzbank zusammenführen. Ob man dafür Standorte schließen wird und vor allem wo, weiß man im Moment nicht. Rein persönlich ist Stefan Hecht jedoch dafür, dass Sonneberg auf jeden Fall bleibt. „Wir haben hier ein gutes Team, eine sehr gut funktionierende Kundenbindung und die Filiale ist stark und breit gewachsen. Warum sollte man da schließen?“, fragt er. Für die Niederlassung Würzburg selber ist Sonneberger eine Bereicherung und die möchte man in Zukunft keineswegs missen

 

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