Feuer in Carport Flammen greifen auf Wohnhaus über

Jessica Helbig , aktualisiert am 07.02.2022 - 15:50 Uhr

Feuerwehr und Polizei mussten am späten Sonntagabend nach Meeder im Coburger Land ausrücken. In einem Carport brannte es. Die Flammen griffen auf das nebenstehende Wohnhaus über.

Meeder - Als die Einsatzkräfte am späten Sonntagabend an dem betroffenen Wohnhaus in der Meederer Blumenstraße eintrafen, brannte das nebenstehende Carport bereits lichterloh. Mit ihm standen die zwei Autos in Flammen, die sich unter dem überwiegend aus Holz bestehenden Unterstand befanden. Die Feuerwehrleute mussten schnell  handeln. „Es bestand die Gefahr, dass sich der Brand nach links und rechts ausweitet“, berichtet Kreisbrandinspektor Stefan Püls am Tag danach.

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Schutz des Wohnhauses hat höchste Priorität

Besonders das Wohnhaus, das auf demselben Grundstück wie das brennende Carport steht, drohte gänzlich von den Flammen erfasst zu werden. Der Einsatzleiter und erste Kommandant der Meederer Feuerwehr Heiko Meyer habe aber laut Stefan Püls genau richtig gehandelt und eine Riegelstellung aufbauen lassen, um das Haus zu schützen. Dabei bringen sich die Feuerwehrleute so in Formation, dass sie eine Wasserwand wie eine Art „Riegel“ zwischen das Feuer und ein zu schützendes Objekt schieben.

Nach Carport-Brand: Haus zur Zeit unbewohnbar

Trotz des schnellen Einsatzes: Ganz ohne Schaden blieb das Wohnhaus nicht. Vor allem an der dem Carport zugewandten Hausfront sind die Spuren der Flammen deutlich zu sehen. Die Fensterscheiben sind geborsten und die Fassade ist verbrannt. Die Bewohnerin, die sich rechtzeitig im Freien in Sicherheit gebracht hatte und unverletzt blieb, muss vorerst anderenorts unterkommen. Ihr Haus kann zur Zeit nicht weiter bewohnt werden. Auf der anderen Seite des Carports haben die Flammen das Garagenhäuschen des Nachbars erfasst. Dabei wurde der Dachstuhl des Gebäudes stark in Mitleidenschaft bezogen. Das Carport selbst und die beiden Autos brannten komplett aus.

Viele Feuerwehren im Einsatz, um Carport-Brand zu löschen 

Um das Feuer zu löschen, waren zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung im Einsatz. Außer den Kameraden aus Meeder waren auch Einheiten aus Großwalbur, Drossenhausen, Wiesenfeld, Lautertal, Weitramsdorf und Coburg vor Ort. Weil die Gefahr bestand, dass auch das Wohnhaus in Brand gerät, seien für solche Fälle ausgerüstete Einheiten nachalarmiert worden, erklärt Stefan Püls.
Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk (THW). Während des Feuers und der Löscharbeiten stürzte das Dach des Carports zusammen, berichtet Stefan Püls weiter. Es sei dann mit einem Bagger des THW angehoben worden, um die darunterliegenden Glut- und Brandnester zu beseitigen.

Ermittlungen laufen noch

Laut Polizeibericht entstand durch den Brand nach ersten Schätzungen ein Schäden in Höhe von 50 000 Euro. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt zur Brandursache. Zwar seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, teilt Matthias Potzel von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken am Montag auf Anfrage mit. Doch spreche derzeit viel dafür, dass ein technischer Defekt an einem der  beiden Autos das Feuer ausgelöst habe.