Das Publikum bewegt und begeistert, die Kritik beeindruckt und überrascht, der Zuspruch überwältigend und nachhaltig: Coburgs "Rheingold" glänzt weithin sichtbar und hat auch Skeptiker davon überzeugt, dass Richard Wagners "Ring des Nibelungen" hier von geschickten Händen geschmiedet wird. Nur zweimal noch steht des Bühnenfestspiels erster Teil auf dem Programm des Landestheaters - am 9. und 31. Januar - und beide Vorstellungen sind nahezu ausverkauft. Weitere sind unwahrscheinlich: Zwar würde Intendant Bernhard F. Loges liebend gerne weitere Vorstellungen ansetzen, doch versprechen kann er es nicht: "Das wäre ein Riesenaufwand", gibt er zu bedenken - und kostspielig obendrein. Glücklich zeigt sich der künstlerische Chef über die - auch überregional - starke und positive Resonanz auf das Wagner-Wagnis: "Rheingold hat gezeigt, welch unglaubliches Potenzial dieses Haus hat". Das bewog die Oberfrankenstiftung dazu, die Fortsetzung der Opern-Tetralogie finanziell zu unterstützen.
Coburg Richard Wagner als "Zeitgeistmotor"
Dieter Ungelenk 07.01.2020 - 20:31 Uhr