Sonneberg - Wirklich holprig? War am Sonntag um 12 Uhr nur der Start. Nachdem Cheforganisator Markus Grünewald mit der Deutschlandflagge das Startsignal gegeben hatte, verhakten sich gleich an der ersten Schikane ein paar flotte Flitzer. Binnen Sekunden löste sich der Stau auf – dann ging’s auf den 632-Meter-Parcours zwischen Bahnhof, Arndt- und dem Hartwig-Straßen-Schlenker, Runde um Runde dem Ziel hinterm Zeithorizont von sechs Stunden entgegen. Beim Publikumszuspruch konnte das Event nahtlos anknüpfen an die Vor-Virus-Jahre. An beiden Tagen dürften in der Summe deutlich über 10 000 Schaulustige die Innenstadt zum Ausflugsziel der ersten Wahl gekürt haben. Gewisse Stoßzeiten blieben entsprechend einzukalkulieren, so bei all jenen, die auf einen Sitzplatz auf der Tribüne spechteten. Von dort hatte man am Sonntag gegen 11.30 Uhr den besten Blick, als Organisatoren und Teams zur Parade gerufen wurden. Angeführt von der Neuhaus-Schierschnitzer Blasmusik und Maskottchen „Siegbärt“ nahmen 200 Beteiligte – darunter so manches männliche Grid-Girl, gut zu erkennen an der Wolle im Gesicht – die Strecke unter die Füße. Den vom Moderatoren-Duo Peter Acker und Peter Bräutigam geforderten Applaus für die PS-Gladiatoren blieb das Publikum nicht schuldig. Und nach dem heiligen Sonntagskloß? Stellte sich davon immer mehr ein. Nach zwei Jahren, in denen die Pandemie den Gasfuß-Spaß ausgebremst hatte, gab am Samstag zum Auftakt von Qualifikationsrunden und Präsentation historischer Karts ein ums andere Mal Ralf Grünewald das Motto zum Neustart vor: „Hört den Sound, genießt die Klänge!“