Citykart-Spektakel in Sonneberg „Hört den Sound, genießt den Klang“

Andrea Beer

Sonneberg als Hotspot, wie man sich’s  wünscht: Am Wochenende lag die Stadt im Rennfieber.  Das Citykart-Spektakel,  mitsamt tollem Rahmenprogramm und sonntags geöffneten Läden, lockte  Tausende.  

Sonneberg - Wirklich holprig? War am Sonntag um 12 Uhr nur der Start. Nachdem Cheforganisator Markus Grünewald  mit der Deutschlandflagge das Startsignal gegeben hatte, verhakten sich gleich an der ersten Schikane ein paar  flotte Flitzer. Binnen Sekunden löste sich der Stau auf – dann ging’s auf den 632-Meter-Parcours zwischen Bahnhof,  Arndt- und dem Hartwig-Straßen-Schlenker, Runde um Runde dem Ziel hinterm Zeithorizont von sechs Stunden entgegen. Beim Publikumszuspruch konnte das Event nahtlos anknüpfen an die Vor-Virus-Jahre. An beiden Tagen dürften in der Summe deutlich über 10 000 Schaulustige die   Innenstadt zum Ausflugsziel der ersten Wahl gekürt haben. Gewisse Stoßzeiten blieben entsprechend  einzukalkulieren, so bei all jenen, die auf einen Sitzplatz auf der Tribüne spechteten. Von dort hatte man am Sonntag gegen 11.30 Uhr den besten Blick, als Organisatoren und Teams zur Parade gerufen wurden. Angeführt von der Neuhaus-Schierschnitzer Blasmusik und Maskottchen „Siegbärt“    nahmen   200 Beteiligte  – darunter so manches männliche Grid-Girl, gut zu erkennen an der Wolle im Gesicht – die Strecke unter die Füße. Den vom Moderatoren-Duo Peter Acker und Peter Bräutigam geforderten Applaus für die PS-Gladiatoren blieb das Publikum nicht schuldig. Und nach dem heiligen Sonntagskloß? Stellte sich davon immer mehr ein. Nach zwei  Jahren, in denen die Pandemie den  Gasfuß-Spaß ausgebremst  hatte, gab am Samstag zum Auftakt von Qualifikationsrunden und Präsentation historischer Karts ein ums andere Mal Ralf Grünewald das   Motto  zum Neustart   vor: „Hört den Sound, genießt die Klänge!“

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Ob röhrender Auspuff, Zwei-Takt-Geknatter, der Geruch von Benzin-Gemisch und qualmenden Reifen, es war kein Mangel an  stimmigen  Sinneseindrücken zum Monaco-Feeling. Und als heimliches Fürstentum der kleinen Flitzer wussten die Macher um „Grünewald-Gang“   und Kumpels ihre Heimatstadt somit bestens  ins rechte Licht zu rücken. Der Wuselei im Fahrerlager am Busbahnhof – 25 Teams, davon fünf Profi-Mannschaften zeigten Flagge – entsprach das Gewimmel gegenüber auf dem Woolworth-Gelände. Dort hatte  Chef-„Volkswirt“ Mike Bätz   eine Standpipeline von Gessner in  Malmerz zum Festplatz legen lassen, auf dass die  gold-gelbe Treibstoffzufuhr gewahrt bleibt. Wer   Abwechslung suchte zum Renngeschehen? Wurde   perfekt  bedient. Etwa beim Händlertreiben in der Innenstadt oder entlang der     Automeile in der Bahnhofstraße. Hier  hatten auch zwei ihre  Zelte  aufgeschlagen, die sich derzeit ein Rennen der Wahlkampfer-Art liefern. In parteiübergreifender Einigkeit übermittelten Uta Bätz und Heiko Voigt den Veranstaltern ihre volle Hochachtung für das, was da im Verein auf die Beine gestellt wurde. „Eine echte Attraktion“, so Bürgermeister Voigt, eine starke Sache mit Strahlkraft weiter über die Stadt hinaus.