Chortaufe Mittendrin – was sonst?

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Der Mittelsdorfer Chor heißt nun „Mittendrin“. Foto: privat

Der Chor von Mittelsdorf hat sich einen Namen gegeben: „Mittendrin“ heißt er und knüpft damit an den Ortsnamen an, aber auch an den selbstgegebenen Vereinszweck – man will mittendrin sein im Dorfleben.

Dem Mittelsdorfer Chor war es offenbar zu langweilig, nur „Mittelsdorfer Chor“ zu heißen – er hat sich einen Namen gegeben, der auf die Stimmung in der sangesfreudigen Truppe abhebt: Man möchte im Dorfleben und in der Region gut integriert sein und das kulturelle Leben sowie das Zusammensein bereichern.

Das war schon die Gründungsidee: Pfarrer Thomas Brüderle aus Kaltenwestheim, auch für Mittelsdorf zuständig, war 2005 Ideengeber für den Chor. Dieser sang erstmals in diesem Jahr zur Adventszeit in der Fliegerschule, die also „Geburtsort“ des singenden Zusammenschlusses ist. Der Chor ist übrigens reine Frauensache – nur weibliche Stimmen sind hier zu hören. Dabei ist man durchaus offen für Zuwachs auch aus den Männer-Stimmlagen. Vielleicht traut sich ja einer der Männer aus Mittelsdorf „mitten hinein“? Es müssen aber nicht nur Mittelsdorfer sein, denn der Chor hat auch Mitglieder aus anderen Orten der Region. So sind neue Mitstreiter aus umliegenden Dörfern dazugestoßen, nachdem sich einige der älteren Sängerinnen verabschiedet hatten.

2015 konnte der Chor sein zehnjähriges Jubiläum mit Unterstützung der Feuerwehr feiern, das 15-jährige Jubiläum fiel wegen Corona leider aus. Als Auftrittsradius sieht der Mittelsdorfer Chor die Region Schmalkalden-Meiningen an, auch in der Rhön im benachbarten Wartburgkreis war er schon zu Gast. Chorleiterin ist Sibylle Marschall.

Nun waren zur Chortaufe kürzlich alle Sängerinnen eingeladen – und auch die ehemaligen Mitglieder. In der Fliegerschule gab es ein kleines gemütliches Beisammensein mit Essen und Trinken. Für die musikalische Umrahmung brauchte man freilich keine Unterstützung – es wurde kurzerhand selbst gesungen.

Dass die Mittelsdorfer Sängerfrauen eine lustige Truppe sind, bewies sich mit der Art, wie sie die Namensgebung „Mittendrin“ vollzogen: Zelebriert wurde eine „Chortaufe“ mit „Pfarrer Florian Haasius“. Der ist natürlich kein richtiger Pfarrer, aber schon seit 23 Jahren der „Dorfpfarrer“, der bei der Mittelsdorfer Kirmes mit der launigen Predigt eine wichtige Rolle spielt. „Einen Chor zu taufen, das war freilich für mich auch neu“, sagt Florian Haase lachend. Und damit erlebte er nun schon den zweiten Einsatz in einem Jahr in seiner „Gemeinde“. Sogar einen Taufspruch hatte er für den Chor herausgesucht.

„Mittendrin“ versteht sich als Mitgestalter im Dorfleben, wie die Chormitglieder betonen, und das wollen sie auch in Kürze wieder beweisen: Wenn am 24. September um 16.30 Uhr in der Mittelsdorfer Kirche das Vocalensemble „Traumsalon“ aus Weimar in einem Benefizkonzert auftritt, sorgt der Chor für Kaffee und Kuchen.

 

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