Chor mit vollem Programm Ars Musica reist in polnisches Partnergebiet

Heike Wahl

Vor der Konzert-Tour gibt es in Themar sowie auf der Veste Heldburg einen Vorgeschmack auf das, was unter anderem in Kraków zu hören sein wird.

Der Thüringer Männerchor Ars Musica. Foto: Archiv/Karl-Heinz Frank

Wenn die Sänger des Thüringer Männerchores Ars Musica am kommenden Wochenende in Themar und Heldburg ihre Stimmen erklingen lassen, dann ist das ein Vorgeschmack auf das, was im Juli über die Bühnen in der polnischen der Wojewodschaft Małopolska gehen wird. „Der Höhepunkt in diesem Jahr ist für uns Sänger die Konzertreise nach Małopolska. Wir leisten damit unseren Beitrag für die fast 30 Jahre alte Regionalpartnerschaft zwischen dem Freistaat Thüringen und der Wojewodschaft Małopolska“, so Thorsten Weiß, Vorsitzender des Vereins Ars Musica.

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Die Männer, die einst im Suhler Knabenchor groß geworden sind, freuen sich riesig auf diese Reise. Und insbesondere darauf, in der Marienbasilika von Kraków singen zu können, die zu den bedeutendsten Kirchen Polens zählt. „Dass wir in dieser Kirche singen können, die ungefähr dreimal so groß wie die Suhler Kreuzkirche ist, das ist schon etwas ganz Besonderes“, so Thorsten Weiß. Es sei für die Sänger eine große Ehre, dass sie ihr Heimatland Thüringen sowie die Stadt Suhl dort repräsentieren können.

Die Konzertreise in die polnische Partnerregion von Thüringen sei weit mehr als ein kulturelles Ereignis – sie sei lebendiges Zeichen der Verbundenheit zwischen Menschen, Regionen und Ländern, so Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt in seinem Grußwort. Die Reise zeige, wie Kultur Brücken baue und die Verständigung fördere. Voigt wie auch Łukasz Smółka, der Marschall der Region Małopolska, übernehmen für die Konzertreise die Schirmherrschaft.

Ars Musica mit vielseitigem Repertoire

Während dieser Tour stehen für die etwa 30 Sänger vier Auftritte auf dem Programm. So für die Bewohner eines Hospizes, in der St. Maximilian-Kolbe-Kirche in Oświęcim, in der Marienbasilika von Kraków und in der in der evangelischen Martinskirche von Kraków. Zudem gestaltet der Männerchor auch einen Gottesdienst musikalisch mit. Ars Musica hat in seinem Repertoire Werke aus vier Jahrhunderten, Liturgien, sakrale Chormusik und auch klassische deutsche Volkslieder. Aus diesem schöpft der Chor, und er wird unter Leitung von Maik Gruchenberg wieder ein anspruchsvolles Programm auf die Bühnen bringen. Zu hören sind beispielsweise „Heilig ist Gott der Herr Zebaoth“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, „Jubilate – Hark! The Vesper Hymn“ von Halfdan Kjerulf, „Ave Maria“ (Rolf Lukowsky) sowie „Sanctus“, „De Profundis“ und „Gloria“(alles von dem polnischen Komponisten Piotr Jańczak). Aber auch Volkslied-Klassiker wie „Das Heidenröslein“ oder „Der Lindenbaum“ werden während der Konzerte, bei denen Maik Gruchenberg auch an der Orgel zu erleben sein wird, nicht fehlen.

Noch zwei Konzerte in der Heimat

Bevor die Sänger am 7. Juli mit ihrer Konzertreise starten, haben sie aber noch zwei Auftritte in der Heimat. Am Samstag, 20. Juni, ab 19 Uhr, gibt es ein Konzert in der St. Bartholomäus-Kirche Themar, bei dem etliche Titel zu hören sein werden, die der Chor auch im Gepäck für seine Reise nach Polen hat.

Gleiches gilt für das Konzert, das die Männer von Ars Musica am Sonntag, 21. Juni, ab 16 Uhr, auf der Veste Heldburg gemeinsam mit dem Männerchor Heldburg bestreiten werden. Dieser Auftritt steht ganz im Zeichen der Reihe „Thüringer Chorschätze“, die Chorkultur in die Residenzen-Landschaft des Freistaates holt. Da es hier nur eine begrenzte Platzanzahl gibt, werden Reservierungen empfohlen. Am besten telefonisch unter der Nummer (03 68 71) 2 12 10.