Selbst auf die Frage nach den gefährlichsten Tieren der Region, bleibt er cool und empfiehlt lieber sichere Begegnungen mit Kängurus oder Koalas als unfreiwillige Bekanntschaften mit Schlangen, Spinnen oder Krokodilen. Festes Schuhwerk beim Bush-Walk sei trotzdem ein Muss, warnt er. Kurzum: Bunji ist wohl der einzige Koala, der niemals schläft.
Indonesiens Maia - ehrlich und umweltbewusst
Adrett im traditionellen Outfit, strahlend lächelnd, kenntnisreich und überraschend ehrlich kommt Maia in Indonesien daher. Mehrsprachig beantwortet die junge KI-Reiseassistentin auch kritische Fragen geduldig. Irgendwie gelingt es ihr dabei immer, auch den weniger schönen Seiten des Inselstaates noch Schönes abzuringen.
Massentourismus auf Bali? Das sei nur ein Teil der Wahrheit, erklärt sie und hat gleich Tipps für einsamere Hotspots parat - das Bergdorf Munduk etwa oder die Insel Serangan mit ihren tollen Surfspots und Meeresschildkröten. Müll an den Stränden? Das sei tatsächlich ein großes Problem, an dem aber gearbeitet werde. Touristen rät sie: Benutzt wiederverwendbare Wasserflaschen und unterstützt umweltfreundliche Unternehmen.
Auf die Frage, ob Maia einen Liebling unter den zahlreichen Trauminseln des Archipels hat, antwortet sie zunächst diplomatisch: "Jede Insel hat ihre eigene Magie". Wer nachhakt, erfährt aber schließlich doch, für welche Eilande Maias Herz schlägt. Einfach mal ausprobieren!
Mit Sophie zum Friedhof in Zürich
Gleich drei digitale Fremdenführer führen durch die Schweizer Metropole Zürich. "Ich bleibe bewusst pragmatisch: Wenn mir keine verlässliche Angabe vorliegt, sage ich das offen statt zu raten" - antwortet "Celine", nach dem KI-Foto zu schätzen etwa 50, auf die Frage nach einem veganen Restaurant mit Alpenpanorama. Sie hat keins parat.
"Fernando", optisch um die 30, flunkert vor, er sei aus Brasilien nach Zürich gezogen. Dass das bei einer KI Quatsch ist, drückt er auf Nachfrage charmanter aus: Die Fernando-Biografie sei eine "erzählerische Guide-Persona", damit sich Empfehlungen und Erklärungen "menschlich und konsistent anfühlen".
"Sophie", Typ junge Studentin, soll mit "Ich bin in Zürich-Wiedikon aufgewachsen" möglichst echt wirken. Auf die Frage nach echten Menschen aus Wiedikon schlägt sie unter anderem den Besuch eines Friedhofs vor - das nutzten viele als Spazieroase, "extrem untouristisch im Gefühl", heißt es da.
Vorschläge überprüfen!
Alles in allem: Wer seinen Urlaub komplett von einer KI planen lässt, sollte die Vorschläge besser überprüfen: In Tasmanien pilgerten Urlauber zu KI-generierten, erfundenen Thermalquellen. Und ein als "fußläufig" empfohlenes Hotel entpuppte sich australischen Medienberichten zufolge als 13 Stunden Fußmarsch vom Strand entfernt.