Champions League VfB Suhl spielt um 500.000 Euro

Die Teilnahme an der Champions League ist nicht nur im Fußball attraktiv. Im Volleyball schüttet der europäische Verband ebenso Prämien aus. Das ist auch für den VfB Suhl interessant.

Vorfreude: Auf den VfB Suhl und Kapitänin Roosa Laakkonen warten nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft nun in der Champions League neue Herausforderungen. Foto: Imago/Christian Heilwagen

Dass der VfB Suhl die Volleyball-Champions-League gewinnt, ist so unwahrscheinlich wie der WM-Titel 2030 für die deutsche Fußballnationalmannschaft. Und dennoch: Mit der Premiere in der Königsklasse betritt der kleine VfB Suhl ab Ende November großes Neuland. Die Gruppen wurden am Mittwoch ausgelost. Der VfB trifft in Pool E auf PGE Budowiani Lodz aus Polen, C.S.O. Voluntari aus Rumänien und den türkischen Vertreter Galatasaray Istanbul.

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Mittlerweile hat der Verein fast alle Formalitäten für das Debüt geklärt. Dabei erwies sich Coburg als alternativloser Spielort angesichts der Auflagen des europäische Volleyball-Verbandes (CEV). Dieser fordert für jedes Spiel eine Kapazität von 2500 Sitzplätzen. Die heimische Wolfsgrube bietet insgesamt nur 1.800 Plätze, davon rund 1000 Sitzplätze.

Wie überall im Sport ist die Champions League auch finanziell sehr lukrativ für die Vereine. Laut CEV-Bestimmungen winkt dem Gewinner der Königsklasse bei den Frauen und Männern 500.000 Euro als Prämie. Der Finalverlierer erhält immerhin noch 250.000 Euro, für die Plätze drei und vier werden 150.000 Euro und 100.000 Euro ausgeschüttet. Illusionisten und Träumern sei gesagt: Das Final-Four-Turnier erreicht der VfB Suhl mit Sicherheit nicht. Hier treffen stets die internationalen Schwergewichte aus der Türkei, Italien und eventuell Polen aufeinander. Titelverteidiger ist Vakifbank Istanbul.

Der direkte Einzug ins Viertelfinale als Gruppensieger ist für den Deutschen Meister und Pokalsieger ebenso unrealistisch. Hierfür gibt es folgende Prämien: Sieg im Viertelfinale 12.000 Euro, Niederlage im Viertelfinale 6.000 Euro. Und selbst das Erreichen der Playoff-Spiele als Gruppenzweiter ist überaus ambitioniert. Für einen Sieg schüttet die CEV in dieser Runde 10.000 Euro und für eine Niederlage 5.000 Euro aus.

Immerhin: 30.000 Euro hat der VfB Suhl Lotto Thüringen schon sicher. Denn für eine Niederlage in der Vorrunde gibt es 5.000 Euro, für einen Sieg sogar 10.000 Euro vom europäischen Verband. Allerdings decken diese Beträge nicht ansatzweise die Aufwendungen für den Doublesieger.

Jeder der Champions-League-Teilnehmer muss stattliche 25.000 Euro Antrittsgebühr bezahlen. Hinzu kommen die Reisekosten mit Flügen nach Rumänien (Voluntari), in die Türkei (Istanbul) sowie mit dem Bus nach Polen (Lodz). Noch stärker auf der Ausgabenseite schlägt die von der CEV vorgeschriebene Vergrößerung des VfB-Kaders von zwölf auf 14 Spielerinnen zu Buche.