"Es war mein Fehler. Ich wollte ihn weghauen, aber der Ball lag nicht richtig, um ihn sauber zu schlagen. Aber am Ende musst du den Ball natürlich klären, scheißegal wie. Es ist super hart für die Mannschaft", sagte Kobel. Schon in den Stadion-Katakomben richtete der 28-Jährige den Blick aber nach vorn. "Jetzt heißt es Mund abputzen und weitermachen. Wir haben ein geiles Spiel vor der Brust. Da gilt es, die volle Energie auf den Platz zu bringen", sagte Kobel.
Wohin führt der Weg des BVB?
Ob das gelingt? Das frühzeitige Scheitern in der Königsklasse dürfte den Dortmundern noch einige Zeit zu schaffen machen - tut es dem Verein doch nicht nur sportlich, sondern auch finanziell weh. Allein für das Erreichen des Achtelfinales hätte es von der UEFA elf Millionen Euro gegeben. "Wir hatten diese Einnahmen eingeplant", räumte Kehl ein.
Der börsennotierte Verein musste daher sein Ergebnisziel für die Spielzeit 2025/26 erheblich senken. Statt eines Gewinns von bis zu fünf Millionen Euro rechnet der BVB jetzt mit einem Minus zwischen 12 und 22 Millionen Euro.
Welche sportlichen Auswirkungen das "Drama von Bergamo" haben wird, ist offen. Oberste Priorität hat das erneute Erreichen der lukrativen Champions League. Die Chancen stehen gut, beträgt das Polster der Dortmunder zum fünften Platz elf Spieltage vor dem Ende doch satte elf Punkte. Verspielt der BVB auch dieses Ziel, wird es ungemütlich. Kehl versprach daher für das Kräftemessen mit den Bayern: "Wir werden alles geben und versuchen, sie zu schlagen."