Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist finanziell gesund aufgestellt ist. Somit konnte er in diesem Jahr dem kreiseigenen Elisabeth Klinikum in Schmalkalden bereits eine dringend benötigte Finanzspritze geben, damit das Haus weiterhin alle Leistungen – von der Notfallmedizin bis zur Chirurgie, Frauenheilkunde, Orthopädie und der Inneren Medizin und mehr – erbringen kann. Wie alle anderen Krankenhäuser in Deutschland erhält das Klinikum als Entgelt hauptsächlich sogenannte Fallpauschalen. Doch diese reichen angesichts der Inflation und des allgemeinen Kostendrucks längst nicht mehr aus, um das Krankenhaus finanziell auf gesunde Füße zu stellen. Deshalb hat der Landkreis als Träger seinem Krankenhaus vorsorglich zwei Millionen Euro zusätzlich in Form von Krediten bereitstellen müssen. Diese Gelder wurden, wie ein Sprecher informierte, bisher nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus bedurfte es einer Aufstockung des Eigenkapitals des Krankenhauses in Höhe von 500000 Euro durch den Kreistag, „um den operativen Geschäftsbetrieb zu stärken". Damit hat der Landkreis dieses Jahr schon 2,5 Millionen Euro außerplanmäßig für das Elisabeth-Klinikum zur Verfügung stellen müssen. Von dieser Entwicklung beunruhigt schrieb die CDU-Fraktion des Kreistags Schmalkalden-Meiningen Ende August einen offenen Brief an die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer.
CDU-Fraktion in Sorge Patient Krankenhaus am Finanz-Tropf
Erik Hande 10.10.2024 - 11:00 Uhr