In Deutschland fahren 200 batteriebetriebene Reisemobile
Elektrisch betriebene Wohnmobile sind bislang die Ausnahme auf deutschen Straßen. Laut Caravaning Industrie Verband (CIVD) sind aktuell in Deutschland rund 200 batterieelektrisch angetriebene Reisemobile und weitere etwa 200 Hybridmodelle zugelassen. „Es wird noch einige Jahre dauern, bis elektrische Reisemobile in der Breite verfügbar sind“, sagte CIVD-Verbandssprecher Jonathan Kuhn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Aktuelle Batterielösungen seien aufgrund des ungünstigen Verhältnisses von Gewicht und Reichweite derzeit nicht für Reisemobile geeignet. Sie seien zu schwer und hätten noch eine zu geringe Reichweite. „Diese eingeschränkte Reichweite lässt sich auch mit dem typischen Reiseverhalten von Reisemobilen nicht vereinbaren“, so Kuhn. Auch sei die Ladeinfrastruktur vor allem im Ausland noch ausbaufähig. „Darüber hinaus würden die heute verfügbaren elektrischen Lösungen mit deutlichen Preissteigerungen einhergehen, die insbesondere im Einsteigersegment viele potenzielle Käufer abschrecken würden.“
Der Caravan Salon geht noch bis zum 7. September. Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 250.000 Menschen die Messe.
Info: Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen gestiegen
Laut Caravan-Salon-Direktor Stefan Koschke ist Caravaning eine Urlaubsform, die dauerhaft an Bedeutung gewinnt. So seien laut Statistischem Bundesamt 2024 rund 42,9 Millionen Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen gezählt worden. Das seien 1,4 Prozent mehr als 2023 und fast 20 Prozent mehr als 2019.
Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Wohnmobile hatte laut Caravaning Industrie Verband (CIVD) im April die Millionen-Marke überschritten. Hinzu kommen rund 800.000 Wohnwagen. Nach Angaben des Branchenverbandes wurden zwischen Januar und Juli knapp 65.300 neue Freizeitfahrzeuge zugelassen, 3,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der neu zugelassenen Wohnwagen ging dabei um rund zehn Prozent auf rund 13.500 zurück. Gleichzeitig wurden etwa 51.800 Wohnmobile zugelassen, 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.