Busverkehr Sonneberg Warnstreiks möglich

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Im Thüringer Nahverkehr drohen Warnstreiks. Eine Tarifrunde endet ohne Annäherung. Es ging um Lohn, Zuschläge und Arbeitszeit.

Streikmaßnahme bei einem Busunternehmen. Foto: Sebastian Gollnow

Am 29. Januar ist die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Mitteldeutschen Omnibusverband (MDO) ohne Annäherung zu Ende gegangen. Zu diesem Verband gehört auch die Omnibusverkehrsgesellschaft Sonneberg (OVG). Nun drohen umfangreiche Warnstreiks. Verhandelt wird über die Einkommen und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den ÖPNV-Unternehmen in zahlreichen Regionen des Freistaates. Dabei fordert ver.di unter anderem eine Erhöhung der Vergütung um drei Euro pro Stunde sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden auf 38 Stunden.

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Mit diesem Paket soll die Lücke zu den Tarifverträgen geschlossen werden, die in anderen Thüringer Nahverkehrsunternehmen Anwendung finden. Dazu erläutert Paul Schmidt, ver.di-Fachbereichsleiter und Verhandlungsführer: „Die Beschäftigten im Tarifgebiet des MDO arbeiten jede Woche zwei Stunden mehr als in vielen anderen Betrieben und erhalten trotzdem jeden Monat mehrere hundert Euro weniger Lohn. Auch die Zuschläge für besondere Erschwernisse sind beispielsweise schlechter geregelt. Die Bedingungen sind hart.“

Im Rahmen der 2. Verhandlungsrunde in Erfurt hatten die Arbeitgeber angeboten, Zuschläge für Samstagsarbeit einzuführen und die Arbeitszeit in Stufen auf 38 Stunden zu reduzieren – ohne dafür aber einen zeitlichen Horizont zu beschreiben. Eine Erhöhung der Vergütungen lehnten die Arbeitgeber hingegen ab, hier sollte es aus ihrer Sicht eine „Nullrunde“ geben.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft erwartet von den Gesellschaftern und Aufgabenträgern der Verkehrsunternehmen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden und die Unternehmen finanziell vernünftig ausstatten. Dazu hatte ver.di die kommunalen Entscheidungsträger jüngst auch flächendeckend schriftlich aufgefordert. Gesellschafter der OVG Sonneberg ist der Landkreis Sonneberg. Die Gewerkschafter kündigen Warnstreikmaßnahmen an. Die 3. Verhandlungsrunde findet am 27. Februar 2025 in Erfurt statt.