Suhl/Berlin - Nein, bei Heckler & Koch in Oberndorf am Neckar knallen die Sektkorken noch nicht. Aber man gibt sich vorsichtig optimistisch, nachdem das Bundesverteidigungsministerium am Dienstag bekannt gegeben hat, dass die Suhler Firma Haenel nicht mehr Teil des Bieterverfahrens um das neue Sturmgewehr der Bundeswehr ist. „Der Bundeswehrauftrag unterstreicht die Rolle von Heckler & Koch als unverzichtbarer Ausrüster der Sicherheitskräfte in den Nato- und EU-Staaten“, erklärte Konzernchef Jens Bodo Koch am Dienstag. Die Armeen von Frankreich und Norwegen nutzen bereits das HK416. Und auch die Bundeswehr? Bis zu dieser Entscheidung könnten noch Jahre vergehen, wenn Haenel – wie erwartet – den Rechtsweg einschlägt.