Bad Salzungen - Für die Schwanenfamilie ist der Standortübungsplatz der Bad Salzunger Soldaten ein idyllisches Plätzchen. An die Manövergeräusche haben sich die Tiere längst gewöhnt. Der Wasserstau – hier übt man das Durchwaten mit Fahrzeugen, die Gewässerüberquerung oder Einsätze mit dem Schlauchboot – ist zu einem Feuchtbiotop geworden. Als natürlicher Wiesenpfleger grast eine Schafherde eines privaten Schäfers auf abgesprochenen Bereichen. Auch Rehe und Wildschweine fühlen sich auf der 1500 Hektar großen Wald- und Wiesenfläche heimisch. „Es gibt genügend Rückzugsorte für die Tiere“, weiß Oberstleutnant Rouven Habel. Seit drei Jahren ist er Standortältester und Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 391. Unterteilt in fünf Kompanien – eine für die Versorgung und Unterstützung, drei für den Kampf und eine für die Grundausbildung – bereiten sich rund 780 Soldaten auf den Ernstfall vor. Mit ihren Schützenpanzern sind sie deshalb regelmäßig auf dem Standortübungsplatz unterwegs. Bei ihrer besonderen Kampfweise – auf- und abgesessen auf dem Schützenpanzer, aber auch bewaffnet zu Fuß – müssen die Abläufe perfekt sitzen. In der fünften Kompanie des Aufklärungsbataillons 13, welche als „auswärtige“ Kompanie in der Werratal-Kaserne beheimatet ist, erfolgt die Grundausbildung von durchschnittlich 100 Soldaten. Zivilisten und Soldaten zusammengefasst, arbeiten rund 1500 Menschen in der Werratalkaserne.
Bundeswehr Bad Salzungen Hier wird scharf geschossen
Susanne Möller 24.06.2021 - 00:00 Uhr