Sonntagabend in in einer großen Garage auf dem Hummelshof in Gleichamberg. Dort hat Andreas Hummel, der ein Unternehmen rund um den Hund mit Schule und Pension betreibt, Beamer und Laptop aufgestellt. Der Bundestagskandidat und Landesvorsitzende der Freien Wähler schaltet immer wieder hin und her. An einer Wand ist dann entweder das ARD-Wahlfernsehen zu sehen oder Zwischenergebnisse aus dem Wahlkreis oder der Römhilder Bürgermeisterwahl. „Du kannst einen Besenstiel hinstellen, Hauptsache er ist blau“, sagt der 42-jährige Gleichamberger um 18.57 Uhr, als 124 von 406 Wahlbezirken des Bundestagswahlkreises 195 ausgezählt sind und sich der deutliche und erwartete Sieg des favorisierten AfD-Kandidaten Robert Teske bereits abzeichnet. Während das Zwischenergebnis für Teske 47,6 Prozent ausweist, kommt Hummel bis dahin nur auf 3,6 Prozent. Etwas besser liegt zwar der Themarer Raimund Meß (SPD) mit 8,7 Prozent im Rennen, doch auch der 34-Jährige wird im Kampf um das Direktmandat chancenlos bleiben – wie alle anderen Kandidaten gegen den Bewerber von der blauen AfD.