Bundestagswahl Wahlbriefe fluten das Rathaus

Wahlbrief-Flut auch in Suhl. Foto: frankphoto.de

Dem bundesweiten Trend folgend zeichnet sich auch in Suhl zur anstehenden Bundestagswahl eine Rekordbeteiligung bei der Briefwahl ab.

Suhl - Im Briefwahllokal im Lauterbogencenter herrscht den ganzen Tag über reges Kommen und Gehen. Viele Suhler nutzen hier quasi im Vorbeigehen und beim Einkaufen die Gunst der Stunde, um ihren Stimmzettel zur Bundestagswahl abzuholen, gleich vor Ort ihre Kreuzchen zu setzen, ihn ins Briefwahlkuvert zu stecken und abzugeben. Andere haben ihre Briefwahlunterlagen ganz bequem per Internet oder Telefon nach Hause bestellt und senden diese auch per Post an die Stadt zurück.

29 840 Wahlberechtigte sind in Suhl zur Bundestagswahl am 26. September aufgerufen. So wenige wie noch nie, schätzt die Suhler Wahlbeauftragte Manuela Haase, werden ihre Stimme am letzten Septembersonntag in den Wahllokalen abgeben. Denn der bundesweite Trend zur Briefwahl schlägt sich auch in Suhl nieder. Mehr als 7000 Briefwahlanträge sind bis jetzt eingegangen, das ist bereits etwa ein Viertel aller Wahlberechtigter. Und noch sind zwei Wochen Zeit bis zum Wahltermin. „Ich gehe davon aus, dass wir diesmal auf 10 000 Briefwähler kommen. Das ist neuer Rekord“, sagt Haase. Zur Wahl 2013 waren es 4800 Briefwähler, 2017 schon 5500. „Die Zahlen steigen von Wahl zu Wahl an.“ Auch deshalb hat die Wahlbeauftragte diesmal zehn Briefwahlvorstände gebildet. Bei der letzten Wahl waren es noch vier. Dafür braucht es natürlich jede Menge Manpower. „Nach wie vor sind Wahlhelfer überaus willkommen“, sagt sie. Wer Interesse hat, kann sich gern im Rathaus melden. Der hohe Anteil an Briefwählern stellt aber auch größere räumliche Anforderungen als bisher. Allein im Neuen Rathaus werden die Briefwahlvorstände am Wahlsonntag in sieben Räumen auszählen, drei weitere Briefwahllokale gibt es im Alten Rathaus.

Wer nach wie vor „klassisch“ in seinem Wahllokal wählen möchte, der sollte neben Personalausweis und Wahlbenachrichtigung unbedingt einen Mund-Nasen-Schutzes mitbringen. Denn in allen Wahllokalen herrscht Maskenpflicht. Wünschenswert wäre es, wenn zudem auch ein eigener Stift mitgebracht würde. „Wir haben zwar zig Tausend Stifte und Desinfektionsmittel bestellt, aber nachhaltiger wäre das Benutzen eines eigenen Stifts“, sagt Haase. Wer aber lieber zur Briefwahl tendiert, der sollte nicht bis auf den letzten Drücker warten.

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