Bundestagswahl Suhl: Es ist angerichtet zum großen Wahlfinale

Die Auszählung der vielen Briefwahlstimmen – bis Donnerstag lagen mehr als 9200 Anträge in de Stadt vor – wird ein Kraftakt. Dennoch rechnet Wahlbeauftragte Manuela Haase damit, am Sonntagabend ein vorläufiges Ergebnis der Stadt melden zu können.

Suhl - Der Run auf die Briefwahlunterlagen hat sich in Suhl in den vergangenen Tagen zwar etwas abgeschwächt, sodass die 10 000er Marke voraussichtlich nicht geknackt wird, dennoch gibt es bei dieser Bundestagswahl mit rund 9500 Briefwählern allein in Suhl einen Rekord. Allerdings sollten sich die Briefwähler nun sputen, damit ihre Unterlagen auch rechtzeitig zur Auszählung am Sonntag vorliegen. Am besten, rät Manuela Haase, sei es, die Wahlbriefe direkt zu den Rathäusern zu bringen und dort in einen der Briefkästen einzuwerfen. Zwar werde man auch am Wochenende noch einmal Wahlbriefe im Briefzentrum der Post auf dem Friedberg abholen, doch könne für am Samstag per Post abgesandte Wahlbriefe nicht garantiert werden, dass diese auch noch pünktlich ankommen und zur Auszählung vorliegen. „Ich sage nur: Sicher ist sicher“, so Haase. Die Mahnung scheint angesichts der etwa erst 8000 wieder eingegangenen Wahlbriefe berechtigt. Im Briefwahllokal im Lauterbogencenter, dass heute noch einmal bis 18 Uhr geöffnet hat, können Wahlunterlagen auch persönlich gegen Vorlage des Ausweises und der Wahlbenachrichtigung abgeholt oder gleich vor Ort ausgefüllt werden. Dort erwartet man am letzten Tag noch einmal einen großen Ansturm.

Die Briefwahlvorstände in den zehn Briefwahllokalen der Stadt – vier im Alten und sechs im Neuen Rathaus – sind personell soweit besetzt, dass diese arbeitsfähig sind. Wie in den Wahllokalen auch sei zumindest die Mindestbesetzung mit fünf Wahlhelfern gesichert. „Es war und ist ein Kraftakt“, sagt Manuala Haase. Mehrere Krankmeldungen von bereits geschulten Wahlhelfern trieben ihr diese Woche noch einmal Sorgenfalten auf die Stirn. Nun aber seien die Lücken wieder geschlossen, dank auch vieler Mitarbeiter aus der Verwaltung.

Bereits am Sonntagnachmittag ab 14.30 Uhr werden in den Briefwahllokalen die roten Umschläge geöffnet, die eidesstattlichen Versicherungen und die Umschläge mit den Wahlscheinen herausgenommen. Letztere dürfen dann wie in den Wahllokalen auch erst ab 18 Uhr geöffnet werden. Wie lange die Auszählung dauern wird, dazu gibt es nur Schätzungen. „Wir hoffen, auch die Briefwahl bis zum späten Abend komplett ausgezählt zu haben“, gibt sich Haase optimistisch. Genügend Brieföffner liegen jedenfalls bereit und auch jede Menge Kugelschreiber und Desinfektionsmittel sind geordert. Neben alten Briefwahl-Hasen, wie Ronald Legler vom Grünflächenbereich des Eigenbetriebes sind auch viele neue Wahlhelfer mit am Start, die diese Woche geschult wurden.

Auch die personelle Besetzung der 32 Wahllokale der Stadt ist abgesichert. Dort wird angesichts des hohen Anteils der Briefwähler deutlich weniger Zählarbeit anfallen als bei vergangenen Wahlen. So kann es durchaus sein, dass die Vesserer Wahlurne in einem anderen Wahlbezirk mit ausgezählt wird. Das ist in solch kleinen Wahlbezirken gesetzlich vorgeschrieben, wenn weniger als 50 Wähler ihre Stimme abgeben, um das Wahlverhalten nicht nachverfolgen zu können.

Die Wahlbeauftragte bittet darum, nach Möglichkeit einen eigenen Stift zur Wahl mitzubringen. Das schone Ressourcen und spare die Desinfektion. Auch sollten sich alle Wähler an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. Ein Mund-Nase-Schutz ist in den Wahllokalen zwingend vorgeschrieben. Zudem sollten kurze Wartezeiten eingeplant werden, da nur eine begrenze Anzahl an Wählern eingelassen werden darf.

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