Schlagabtausch vor Beschluss
Im Bundestag lieferten sich Koalition noch einmal einen Schlagabtausch mit der Opposition, die die Reform ablehnt. Die AfD, größte Oppositionsfraktion, beklagte, die Steuerzahler würden kaum entlastet. Das komplexe Gesetz werde viel Aufwand in den Behörden bedeuten, sagte die Abgeordnete Gerrit Huy. "Sozialmissbrauch" werde nicht verringert. Der Grünen-Abgeordnete Timon Dzienus warf der schwarz-roten Koalition vor, die Schwächsten an den Pranger zu stellen und "unmenschliche Sanktionen" einzuführen. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann sagte, Sanktionen brächten keine stabile Beschäftigung: "Sie setzen auf Angst statt auf Vertrauen, das ist der falsche Weg."
Der SPD-Politiker Jens Peick verteidigte die Änderungen: "Für die, die mitmachen, ändert sich nichts." Seine Fraktionskollegin Daniela Rump sagte: "Wir stehen an der Seite der Menschen, die Hilfe benötigen, aber wir erwarten auch Einsatz."