Bürgermeisterwahl Freie Wähler setzen auf Bauer

Der amtierende Bürgermeister Sven Gregor (links) und Christoph Bauer, der im Jahr 2024 sein Nachfolger werden will. Foto: Jan-Thomas Markert

Die Freien Wähler wollen mit dem Ortsteilbürgermeister von Waffenrod-Hinterrod in den Bürgermeisterwahlkampf in Eisfeld im Jahr 2024 starten.

Eine Nominierungsveranstaltung für die Wahlen im Jahr 2024 war es noch nicht, sondern der Jahresempfang der Eisfelder Freie Wähler im Gemeindehaus des Ortsteils Herbartswind. Nachdem der Empfang in den Jahren 2021 und 2022 wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ausgefallen war, haben „wir in unserer Stadtratsfraktion entschieden, einen Jahresempfang im September zu organisieren“, sagt deren Fraktionsvorsitzender, Christoph Bauer. Der Ortsteilbürgermeister von Waffenrod-Hinterrod spielt wie Eisfelds Bürgermeister Sven Gregor eine der beiden Hauptrollen des Abends. Der 42-jährige Bauer will 2024 Nachfolger des 45-jährigen Gregor werden, den der Kreisverband als Kandidaten für die Landratswahl vorgesehen hat. „Man muss manchmal springen, auch wenn man noch nicht weiß, ob man auf der anderen Seite gut landet“, sagt Gregor, der eine zweifache Kandidatur von vornherein ausgeschlossen hat. „Ich stehe dafür, was ich werden will – und das ohne Sicherheit.“

So wie Sven Gregor im Kreisverband kann sich der dreifache Familienvater Christoph Bauer, der aktuell im Schadensmanagement eines Versicherungsunternehmens arbeitet, der Unterstützung in Eisfeld gewiss sein. Die Fraktionen Eisfelder Freie Wähler und Freie Wählergemeinschaft Sachsenbrunn hätten sich bei einer Sitzung Ende August „einhellig dafür entschieden, nur einen Kandidaten aus den Reihen der Freien Wähler für die Bürgermeisterwahl aufzustellen“, sagt Bauer, der eben dieser Kandidat ist, wie Gregor anschließend verkündet. „Ich denke, Christoph ist eine gute Wahl. Wir wollen ihn in voller Bandbreite unterstützen.“

Tosender Beifall und Zuspruch

Tosender Beifall zum Zeichen der Zustimmung folgt wie Zuspruch für beide Vorhaben im Landkreis und in der Stadt. „Es ist unbequem, wen man etwas, was gut funktioniert, abgeben muss“, sagt Matthias Hartwig und meint Sven Gregor, der seit zehn Jahren Eisfelds Bürgermeister ist. „Aber es ist an der Zeit, es muss etwas passieren im Landkreis.“ Er spricht von einer „mutigen Entscheidung von Sven und Christoph“ und „denkt, dass es passen wird für uns“. Hartwig sagt: „Vielen Dank, für den Mut, das zu tun. Dafür habt ihr beide einen großen Applaus verdient.“ Ein solcher folgt prompt, gefolgt von der Frage, ob es bereits Namen für mögliche Kandidaten anderer Fraktionen gebe. „Wir hatten erst mal mit uns zu tun“, antwortet Gregor. „Wir wollen die Weichen eineinhalb Jahre vorher rechtzeitig für einen guten Wahlkampf stellen.“ Angesichts der breiten Zustimmung dürfte die noch notwendige Nominierung Bauers nicht mehr als ein formaler Akt ohne Gegenwind werden.

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