Unregelmäßigkeiten bei Wahlen hat es schon häufig gegeben. Je größer die Anzahl der Wahlzettel, der Wahllokale und der Beteiligten am Zählprozess, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fehler einschleichen. In Hildburghausen haben am Sonntag 4283 von 9338 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben und mit 2853 Ja-Stimmen für eine Abwahl von Bürgermeister Tilo Kummer (Die Linke) gestimmt. Dem gegenüber standen 1390 Nein-Stimmen. Das Quorum, die mindestens 30 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten, die mit Nein stimmen mussten, damit die Abwahl gültig ist, lag bei 2802. Damit sprachen die Zahlen deutlich gegen den Amtsinhaber. Doch das vorläufige Wahlergebnis – so sieht es die Rechtslage vor – muss anschließend vom Abstimmungsausschuss bestätigt werden. Danach prüft die Kommunalaufsicht des Landkreises die Unterlagen und stellt die Rechtmäßigkeit der Wahl und damit die Abwahl des Bürgermeisters fest.