Bühl über Laschet „Das finde ich nicht gut“

Andreas Bühl. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Martin Schutt

Nach Tankred Schipanski hat nun auch CDU-Landtagsabgeordneter Andreas Bühl die Nominierung Armin Laschets zum Kanzlerkandidaten der Union kritisiert.

Ilmenau - Nachdem am Dienstag bereits der Ilmenauer CDU-Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski die Nominierung von Armin Laschet zum gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union kritisiert hat, äußerte am Mittwochmorgen auch der Ilmenauer CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Bühl seine Zweifel. Es falle schwer, die Entscheidung nachzuvollziehen, teilte er mit. „Aus Thüringern heraus haben wir sehr klar unsere Präferenz für Markus Söder als Kanzlerkandidat geäußert. Damit waren wir aus den CDU-Verbänden nicht allein. Dies war keine Positionierung gegen Armin Laschet als Parteivorsitzenden, aber als Kanzler hätte Söder die Herausforderungen in Thüringen allein aufgrund der Nachbarschaft zu Bayern gut gekannt. Außerdem ist er als starke Persönlichkeit der Kanzlerfunktion gewachsen“, so Bühl. Er kritisierte, dass der Bundesvorstand die Entscheidung trotz vieler kritischer Stimmen und auch ohne Rücksprache mit den Kreisvorsitzenden gefällt habe. „Das finde ich weiter nicht gut, aber muss es so hinnehmen“, schrieb Bühl.

Er befürchtet, dass durch die Nominierung Laschets der Rückenwind im Wahlkampf fehlen wird. Trotzdem, so Bühl, nütze es nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. „Wir haben große Herausforderungen während der Pandemie und dem Neustart danach in Thüringen. Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag arbeitet jeden Tag hart daran, die Fehler der Landesregierung aufzuzeigen und Verbesserungen vorzuschlagen. Statt sich mit uns selbst zu beschäftigen, sollte dies wieder vordringlich in den Fokus kommen“, so Bühl.

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