Der historische Roman ist eine Literaturgattung, die im deutschen Sprachraum die begrüßenswertesten Ergebnisse gezeitigt hat. Stefan Zweig und Lion Feuchtwanger waren Meister dieses Genres. In der Gegenwartsliteratur brillierte Daniel Kehlmann mit seinem Bestseller „Die Vermessung der Welt“, den er im Sinne von Alfred Döblins Diktum „Der historische Roman ist erstens ein Roman und zweitens keine Historie“ aber nicht als solchen verstanden wissen wollte. Die Crux ist letztlich, wie viel geschichtswissenschaftliche Freiheiten sich die Autoren jeweils nehmen. Lion Feuchtwanger nahm sich da recht viel heraus. Kati Naumann, die in der voll besetzten Stadtbücherei Suhl ihren Roman „Was uns erinnern lässt“ vorstellte, nimmt es weitaus genauer.
Buchlesung in Suhl Vom Leben an der deutsch-deutschen Grenze
Florian Kirner 25.10.2024 - 15:11 Uhr