Brutsack Kirmes 2021 Kanonenschüsse und Drehleiter

Kirmes am Rennsteig ist oft eine Zitterpartie – das Wetter auf der Höh’ ist trickreich. In Lichte war es am Wochenende perfekt. Da konnte man beruhigt in die Luft gehen - mit der Drehleiter der Feuerwehr.

Lichte - Wenn man in der Vergangenheit zur Brutsack Kermse in Lichte vergebens auf schönes Wetter hoffte, so wurde der Kirmesverein diesmal mit prächtigem Wetter belohnt. Das ließen sich die Lichtener und viele Gäste von außerhalb nicht nehmen und ließen sich zahlreich sehen. Allein am Abend tummelten sich gut 650 Gäste beim Tanzabend mit der Partyband Heß.

Neben der Sonne strahlte auch Vereinsvorsitzende Carolin Faust zur Begrüßung der Gäste und zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz. Kurz nach 14 Uhr gaben sich bereits Alt und Jung ein Stelldichein. Mit Böllerschüssen und einem Kanonenschlag kündigte weit hörbar der Schützenverein Lichte die Kirmeseröffnung an. Dem folgte nahtlos der erfolgreiche Bieranstich des Ortsteilbürgermeisters Holger Koch, worauf die Blaskapelle Cursdorf loslegte, dem Nachmittag ein volkstümliches Gepräge zu geben.

Dazu hatte der Kirmesverein mit Unterstützung der Stadt Neuhaus und Malermeister Frank alle Vorbereitungen getroffen, damit die Kirmes auch ein gelungenes Fest wird. Im Rund des Festplatzes wurden die Gäste bestens versorgt. Allein von 800 Bratwürsten und 600 Rostbrätl wie auch einer Menge Klopse war am Ende nichts mehr übrig. Genauso gingen auch die 15 Blechkuchen, die von den Lichtener Frauen gebacken wurden, weg wie warme Semmel. Selbst der Ausschank des Gerstensafts musste schließlich nach einer kurzfristigen Aktion gesichert werden.

Kinder durften sich auf der Hüpfburg austoben und gleich daneben war ein Kinderkarussell ein Highlight für die Kleinsten. Was ist schon eine Kirmes ohne ein solches, selbst wenn es so ein niedliches ist, wie es auf der Brutsack Kirmes zu sehen war. Das sollte jedoch nicht das Vergnügen allein sein, was den Kids geboten wurde. Außerhalb des Festgeländes warteten nämlich zwei Ponys, auf denen sie einen nicht alltäglichen Ritt unternehmen konnten.

Die Feuerwehr aus Lichte zeigte Präsenz und stand mit einem Erlebnisparcours bereit. Spaß hatte so mancher Möchtegern-Feuerwehrmann mit der Kübelspritze, um mit dem Wasserstrahl Ziele zu treffen. Wer einmal aus der Vogelperspektive auf das Fest und damit auch über die Baumspitzen den Ort besichtigen wollte, hatte Glück, wenn er mit der großen Drehleiter der Feuerwehr aus Neuhaus in die Lüfte hinaufgefahren wurde. Freilich hatte so mancher ein bisschen weiche Knie dabei, aber wenn man schon einmal die Gelegenheit nutzen wollte, galt es das zu überwinden.

Allein mit der zünftigen Musik der Cursdorfer Blasmusik gaben sich die Gastgeber nicht zufrieden. So holten sie sich die Faschingstanzgruppe Cursdorf auch noch dazu. Die bewies tänzerisches Können als Piraten und Bienchen. Als eine Nachwuchstruppe wurden sie mit reichlich Beifall bedacht und ernteten das Interesse der zahlreichen Fotografen, wie auch die Neugier der Kirmesgäste.

Die Bühne gehörte ab 18 Uhr der Partyband Heß, die als Stimmungsgarant bekannt ist. Und mit „Vaddi“ Dieter Heß als der Oldie geht immer noch die Post ab.

Der Kirmesausklang wurde gestern mit einem Festgottesdienst von Pfarrer Gerd Fröbel in der Elisabeth-Kirche besiegelt.

Von einem seit langer Zeit schönen Kirmes, allein wegen der sommerlichen Temperaturen, spricht Gemeindeoberhaupt Holger Koch. „Er war eine hervorragend gut organisierte Kirmes und es hat allen sehr gut gefallen“, schätzt er ein. Und nicht nur er, sondern viele der Festbesucher, waren am Samstagnachmittag der Meinung, dass die Kermse viel schöner im Freien sei, als im Kirmeszelt. Ergänzend darf die Einhaltung der Hygienebestimmungen gesehen werden, die wie Carolin Faust sagt, gut vorbereitet und eingehalten worden sei.

 

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