Bronzetafel im Oberhofer Wald Erinnerungen wie in Stein gemeißelt

Am Stein 16 ist am Freitag ein Gedenkstein für Markus Weisheit eingeweiht worden. Gesponsert wurde er von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Foto: Michael Bauroth

Als Revierleiter und Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsgruppe Oberhof, hat Markus Weisheit sichtbare Spuren am Rennsteig hinterlassen. Ein Gedenkstein erinnert nun an den 2018 gestorbenen Förster.

Oberhof - Die Jahre vergehen, aber ein Teil des Schmerzes bleibt. Mit Tränen in den Augen haben die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Vorstandsmitglieder des Thüringenforstes, Mitarbeiter des Oberhofer Forstamtes, Wegbegleiter und Angehörige am Freitag einen Gedenkstein eingeweiht. Der Name von Markus Weisheit steht auf der Bronzetafel. Darunter ein Spruch, den der Förster einst geprägt hat: Licht auf deinem Pfade.

Im Oktober 2018 ist Markus Weisheit nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Forstamtsleiter Bernd Wilhelm erinnert sich genau, wie er vom Tod seines engagierten Mitarbeiters erfahren hat. „Es war mein 60. Geburtstag. Ganz früh am Morgen klingelte das Telefon“, erzählt er bewegt. Mitarbeiter Ronny Eckhardt überbrachte Glückwünsche zum Ehrentag und die Botschaft, dass der Kollege soeben gestorben sei. „Immer wieder denke ich an Markus. Vor allem an meinem Geburtstag. Dann werde ich geerdet und erinnere mich daran, was wirklich wichtig ist im Leben.“

Noch in 100 Jahren

Auch Matthias Wierlacher, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen, erinnert sich gern an den engagierten Förster und an dessen unermüdliche Arbeit für den Erhalt des Waldes. Markus Weisheit habe stets dafür gesorgt, dass sich neue Mitglieder finden für die Schutzgemeinschaft. „Er ist zu jedem Treffen mit einem Packen neuer Anmeldungen gekommen“, blickt Matthias Wierlacher lächelnd zurück. „Markus Weisheit hat Großes geleistet mit dem Pflanzen der Alleen und der Arbeit mit Kindern“, hebt er hervor.

Bis heute sind die Spuren, die der Oberhofer Revierleiter und der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsgruppe Oberhof, hinterlassen, deutlich im Wald zu erkennen. So ist der Platz, an dem der Gedenkstein zu finden ist, mit Bedacht ausgewählt. Er steht am Stein 16, direkt neben der ersten Allee, die auf Initiative von Markus Weisheit gepflanzt wurde. „Diese Allee wird es in 100 Jahren noch geben“, sagt Matthias Wierlacher.

Ein Zeichen für die Zukunft haben auch die Gäste der Gedenkstein-Einweihung gesetzt. 50 kleine Weißtannen sind in die Erde gekommen. Eine schöne Geste für einen Kollegen, der sich dem Schutz des Waldes so verschrieben hatte. „Weißtannen haben vor Jahrzehnten ein Drittel der Bäume auf der Kammlage ausgemacht, inzwischen sind die fast verschwunden“, schildert Forstamtsmitarbeiter Ronny Eckhardt. Nun sollen sie zurückkehren. Um den kleinen Pflänzchen ein langes Leben zu bescheren, wurden sie nicht nur unter Anleitung der Forstwirtschaftsstudenten aus Erfurt gepflanzt, sondern auch mit einem hölzernen Schutzgitter versehen.

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