Die Post hat ein Problem, das vielen Kunden zu schaffen macht: Derzeit kommen viele Briefe verspätet an. Das Problem gibt es bundesweit, und auch im Süden Thüringens ist das Thema hinlänglich bekannt. Auf Nachfrage erläutert Thomas Kutsch, Sprecher der Post für Thüringen: „Ein Blick auf die Zahlen des Robert-Koch-Instituts reicht, um zu erklären, was da gerade los ist.“ Er spielt damit auf den hohen Krankenstand an, der durch Corona-Infektionen hervorgerufen wird. „Wir sind genauso betroffen wie jede andere Branche.“ Um trotz des krankheitsbedingt geschrumpften Personalstands Päckchen und Pakete, Briefe und Karten rechtzeitig und zuverlässig ausliefern zu können, setze die Post „alles in Bewegung, was möglich ist.“ Bundesweit fehlten aktuell rund 100 000 Zustellerinnen und Zusteller. „Wir suchen händeringend nach Leuten“, macht der Thüringen-Sprecher des Unternehmens deutlich: „Uns ist jede Hilfe willkommen, an den Wochenenden setzen wir sogar die Leute aus der Verwaltung in der Zustellung mit ein.“ Dennoch würden Briefe derzeit in vielen Gebieten – auch in Südthüringen – nicht mehr täglich zugestellt. „Anders als Pakete können wir die Briefpost mit weniger Platzbedarf sammeln und dann austragen“, beschreibt er die Situation. „Ja, auch in Südthüringen stellen wir Briefe momentan nur an jedem zweiten Tag zu.“ Er hoffe aber, dass sich mit einer Entspannung der Corona-Lage auch das Zustellgeschäft normalisiere und es vor Weihnachten keine so massiven Probleme mehr gebe wie derzeit.