Brief an Müller Versuch’s mal mit Spontanität

Berit Richter
Herr Müller bekommt täglich Post aus der Lokalredaktion. Foto: Freies Wort

XXXXX schreibt an Herrn Müller und macht sich Gedanken über Spontanität, die nicht immer angebracht ist.

Natürlich haben Sie recht, lieber Herr Müller, ... ... Spontanität ist eine feine Sache. Und vielleicht haben Sie ja am Samstagmorgen Ihre Heimatzeitung gelesen, sich dann spontan Gattin und Enkelchen geschnappt und sind losgezogen, um die IOV bei ihrem Aktionstag zu besuchen und einmal selbst Busfahrer zu spielen. Vielleicht haben Sie sich aber auch gesagt: Jetzt haben wir schon andere Pläne, wenn wir das doch eher gewusst hätten. Oder Sie haben unsere Zeitung erst am Nachmittag aufgeschlagen, als Sie sich gemütlich in den Garten setzten und sich dann über die verpasste Chance, unser kommunales Busunternehmen einmal näher kennenzulernen, geärgert. Denn um 14 Uhr war in der Unterpörlitzer Straße ja schon wieder Schluss.

Glauben Sie uns, lieber Herr Müller, an uns liegt es nicht, dass wir Sie erst so (zu?) spät über das Event informierten. Die entsprechende Pressemitteilung aus dem Landratsamt erreichte uns erst am späten Donnerstagnachmittag, als längst alle Messen für die Freitagsausgabe gelesen und die Kollegen im wohlverdienten Feierabend oder auf wichtigen Abendterminen waren. Mithin konnten wir die Info nun erst für die heutige Ausgabe berücksichtigen.

Die Frage, ob die Idee zum Tag der offenen Tür wirklich so spontan entstand oder warum man Sie und uns nicht früher informierte, kann ich Ihnen leider nicht beantworten, lieber Müller. Ich kann Ihnen aber schon mal einen Tipp fürs nächste Wochenende geben. Besuchen Sie das Gehrener Schlossparkfest. Die Ilmenauer Stadtverwaltung weiß nämlich, wie gute Öffentlichkeitsarbeit geht und hat die Ankündigung schon eine Woche im Voraus geschickt.

Mit freundlichen Grüßen

Berit Richter

 

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