Brief an Müller Die Welt ist ein Dorf

Klaus-Ulrich Hubert
Herr Müller bekommt täglich Post aus der Lokalredaktion. Foto: Freies Wort

Klaus-Ulrich Hubert schreibt an Herrn Müller und berichtet über überraschende Begegnungen.

Natürlich haben Sie recht, lieber Herr Müller, ... ... ich könne Ihnen viel erzählen, nur glauben müssen Sie mir nicht alles. Dass ich 2006 bei meinem Besuch auf der Isla de Juventud, der größten Nebeninsel Kubas, in einem total abgelegenen Glas-Rum-Kiosk von einem ehemaligen Kuba-Henneberg-Porzelliner mit den Worten „Das ist doch Uhu!“ begrüßt wurde? Nach über 30 Jahren!

Aber das hatte ich Ihnen schon einmal erzählt. Auch dessen Satz zu seinem einstigen Porzellanmacher-Arbeitsplatz: „In der Gießerei, bei Günter Reinboth. Seine Frau Elfriede eine liebe Arbeiterin an unserer Seite, er ein ganz toller Chef!“ Gerade starb der Wahl-Langewiesener Rheinboth hochbetagt, aber bislang noch immer vital. Vor 50 Jahren war er einer der ersten Leiter beim Start von Henneberg.

Auch meine Begegnung mit einem früheren Fotografen-Kollegen mitten im weltweiten Touristen-Trubel des toskanischen Voltera konnte ich Ihnen schon fotografisch beweisen.

Aber aller guten Dinge sind drei: Diesmal traf ich, als früherer Mitarbeiter des einstigen VEB Elektroglas Ilmenau, vor einigen Tagen auf zwei ehemalige Kolleginnen. Wieder fern von daheim. Die sympathischen Ex-Kolleginnen (von vor 1979) waren bei einer geführten Wanderung unterwegs, wir waren campen. In einem Land, von dem man sagt, es liege außerhalb dieser Welt: Albanien. Und so war ein fast ungläubiges „Das gibt’s doch wohl nicht!“ vernehmbar, als sich meine früheren Kolleginnen Karin und Christa und ich uns herzlich umarmten, meine Frau alles im Bild festhielt. Ja Müller, die Welt ist ein Dorf!

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Ulrich Hubert

 

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