Das ging ja gut los: Gleich nach dem Startschuss musste der erste Mann beim Kürbispaddeln in Breitungen von Bord gehen. Von den beiden Kürbissen in diesem Jahr, die zu Booten umfunktioniert worden waren, hatte es einer besonders in sich, denn der war ungewöhnlich gewachsen. „Mit einer Art Falte mittendrin“, sagte Marcus Raßbach vom Fambacher Angelverein. Er ist Mitorganisator, höhlt alljährlich die Riesenkürbisse aus und formt daraus Boote. Bei besagtem Exemplar musste er Bauschaum einsetzen, um das Teil innen dicht zu bekommen, denn durch den Wuchs und das Entfernen der „Innereien“ wäre sonst Wasser über ein Leck eingedrungen. Weil die Kürbisse mit rund 300 Kilogramm nicht all zu groß waren dieses Jahr, gab es sozusagen eine Gewichtsbeschränkung für Personen bis zu 80 Kilogramm. „Wer schwindelt würde schnell auffliegen und sofort untergehen“, sagte Marcus Raßbach. Für mehr als 80 Kilo wäre der Auftrieb zu gering, der Kürbis würde dann als Boot nicht mehr funktionieren. Auch der Platz im Kürbisboot war begrenzt. Es geht schließlich um ein Naturprodukt, das mal so oder mal so ausfällt. „Das ist eben nicht wie bei zwei identischen Plasteschüsseln“, sagte Breitungens Bürgermeister Ronny Römhild. Dies sei schon immer so gewesen. Die Kürbisse seinen nie identisch. Damit müssen die Teilnehmern beim Paddeln umgehen können – außerdem wird bei mehreren Durchgängen wegen der Gerechtigkeit auch mal getauscht. Und selbst bei jenem Exemplar mit den Falten kamen etliche Teilnehmer gut durch. Marcus Raßbach hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Gemessen wurden in diesem Jahr keine Zeiten, denn die waren eigentlich schon immer zweitrangig. Es ging und geht um den Spaß – und so wurde 2024 in den K.o.-System-Modus gewechselt: Wer als Zweiter einkam, musste ausscheiden.