Breitungen Endlich: Gartenfest gemeinsam gefeiert

Annett Recknagel

Gute Laune, Sonnenschein und ganz viele Blumen versüßten Bewohnern und Gästen den Nachmittag zum 18. Gartenfest im Haus „Werragarten“ in Breitungen am Samstag.

Breitungen - „Ein Zauber liegt in unserem Garten“ – las die Leiterin von „Haus Werragarten“ Meike Pieske und nannte die Blumen Liebesgedanken der Natur. Damit hatte sie das Motto des 18. Gartenfestes im Breitunger Altenhilfezentrum schon etwas umrissen. „Blütenzauber“ war angesagt. Schon beim Betreten des großen Gartens hinter dem Altenhilfezentrum sah man das.

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Blumen über Blumen. Aus Krepppapier, aus Servietten und Zeichenkarton. Die Mitarbeiter hatten mit den Bewohnern in den zurückliegenden Tagen einen wahren Bastelmarathon absolviert. Der gesamte Tischschmuck entstand in gemeinsamer Arbeit. Die Bewohner hatten die Blumen kunstvoll in Steckmasse arrangiert, genauso aber auch viele, viele künstliche gebastelt. Bunte Krepppapierstreifen schmückten die Bäume, frische Blumensträuße den Altar. Endlich durfte im Haus Werragarten wieder gefeiert werden.

Pfarrerin Anette Wenderoth sprach im Gottesdienst, mit dem das Gartenfest traditionell eröffnet wurde, vom Vertrauen zum Vater und den Glauben als Fundament. Zum 18. Mal wurde Gartenfest gefeiert. „Wir sind jetzt volljährig“, meinte die Pfarrerin und zaubert mit diesem Satz so manches Lächeln in die Gesichter der Anwesenden. Die Bewohner saßen unter Pavillons. Ein jeder hatte seine Lieben um sich versammelt.

Die Mitarbeiter achteten darauf, dass alle gut versorgt waren. Die Feuerwehrblaskapelle unterhielt mit der entsprechenden Musik. Endlich durfte auch das wieder sein. Die Zauberin Garten schien alle verwandelt, alles neu gestaltet zu haben.

Lange hatte man in solch großem Rahmen nicht mehr beisammengesessen. Hinter den 62 Bewohnern und den über 60 Mitarbeitern liegen schwere Tage. Die Pandemie hatte das Leben im Heim für zwei Wochen auf den Kopf gestellt. „Das aber ist vorbei“, sagte Heimleiterin Meike Pieske und fügte hinzu: „Außer den zwei Wochen war unser Haus entsprechend der geltenden Hygieneregeln für Besucher immer offen.“

Ganz besonders freute sie sich, zum Gartenfest wieder etliche ehrenamtliche Helfer, darunter auch einige Herren, begrüßen zu dürfen. Natürlich hatte man während des Lockdowns im Heim so gut es ging auf Kurzweiligkeit und Abwechslung geachtet. Verschiedene Aktionen wie „Kein Stein ist allein“ oder Luftballons mit guten Wünsche gen Himmel zu schicken waren durchgeführt worden.

Im kleinen Kreis hatte es Frühlings- und Erntedankfeste gegeben. Insbesondere seien auch Mini-Konzerte bei den Bewohnern sehr gut angekommen. „Heute dürfen alle den Blumenduft genießen“, formulierte die Heimleiterin. Zur Feier des Tages nämlich gab es für jeden Anwesenden ein kleines gebundenes Blumensträußchen. Ermöglicht hatte das eine Spende des Freundes- und Förderkreises Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen. Auf diese Weise konnte ein jeder eine blühende Erinnerung an das erste große Fest nach dem Lockdown mitnehmen. Nicht vergessen werden dürfen auch die „Diakoniespatzen“ aus dem benachbarten Heim. Sie erfreuten die Gäste des Gartenfestes mit einigen Liedern. Als Zeichen der Freude und der Toleranz wurden am fortgeschrittenen Nachmittag Regenbogenballons gen Himmel geschickt.