„Überall wird aufgegraben, nur nicht bei uns in Döhlau“, sagt Michael Spindler. Als jüngst im Gemeinderat Frankenblick auch der Breitbandausbau in der Kommune an ein Telekommunikationsunternehmen vergeben hatte (Freies Wort berichtete am 17. Dezember) teilte der Döhlauer auf seinem Facebook-Profil die Nachricht und bekannte, sich ziemlich „verar...“ vorzukommen. Das Thema Internet im allgemeinen und ganz speziell in seiner flotteren Geschwindigkeit ist in den beiden Frankenblick-Ortsteilen Döhlau und Rückerswind längst ein Reizwort – oder ein Synonym für eine ziemlich „unendliche Geschichte“. „Zur 500-Jahr-Feier hat mir damals der Bürgermeister versprochen, dass ich mein Tonstudio eröffnen kann, weil in zwei Jahren Breitband verlegt wird“, erinnert Spindler. Das war im Jahr 2016 und der Bürgermeister hieß noch Jürgen Köpper. In der Zwischenzeit tat sich Breitbandtechnisch im Döhlauer Untergrund zwar nichts, aber ein großer Anbieter plakatierte dafür im Ort und warb für schnelles Internet, was die findigen Döhlauer schon mal umgedreht haben zum fränkischen „gor nex inside“. Dass nun aber im Sommer ihn die Mitarbeiter eines Unternehmens, das – wieder einmal – den Bedarf nach schnellen Internet abfragte, versprochen hatte, bis Ende des Jahres werde alles in Angriff genommen, kann Spindler nun nicht mehr mit Humor nehmen. Gegraben werde, nur eben nicht in Döhlau, stellt er zunehmend verärgert fest.
Breitband Warten auf’s schnelle Web
Thomas Schwämmlein 21.12.2022 - 00:00 Uhr