Schreien. Zu mehr war Frank Ebert vor lauter Wut nicht in der Lage, der anfangs dachte, da erlaube sich jemand einen bösen Scherz. Bei Irina Bachmann, seiner sonst souveränen Partnerin, trat genau das Gegenteil ein. Sie war wie versteinert, stumm und reglos vor Schreck, als sie ihren Zukunftstraum nur fünf Schritte von ihrer Wohnung entfernt in Flammen stehen sah. Kurz nach zwei Uhr war es, als in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai Nachbarn klingelnd und an die Tür klopfend versuchten, beide aus dem Schlaf zu reißen. Sie selbst waren vom flackernden Feuerschein geweckt worden, der vom Parkplatz vor der neuen Wohnanlage am Suhler Rimbachzentrum kam. Sofort setzten sie einen Notruf ab, als sie sahen, dass das Wohnmobil von Familie Bachmann-Ebert und die 20 Meter entfernt stehende Kleiderspende lichterloh brannten.