Feuerwehreinsatz Dachstuhlbrand in Großbreitenbach

Ein Dachstuhlbrand geht Samstagabend in Großbreitenbach dank dem raschen und besonnenen Handeln der Einsatzkräfte noch relativ glimpflich aus. In Arnstadt brennt eine Gartenhütte komplett ab.

Großbreitenbach/Arnstadt - Feuerwehr-Großeinsatz bei eisigen Temperaturen Samstagabend in Großbreitenbach. Gegen 22.15 Uhr hatten die Bewohner eines Hauses in der Hauptstraße den Brand ihres Dachstuhls gemeldet. „Der Brand war noch nicht durchgebrochen, als wir eintrafen“, erklärte der amtierende Stadtbrandmeister Uwe Fröhlich am Sonntag und lobte seine Einsatzkräfte: „Sie waren schnell vor Ort und haben sehr gut gehandelt. Somit konnten wir einen Vollbrand verhindern.“

Zwar geht die Polizei von rund 100 000 Euro Sachschaden aus, doch das betroffene Haus, wie auch ein ohne schützende Brandmauer angrenzendes Gebäude sind weiterhin bewohnbar. Die Bewohner beider Häuser – insgesamt sechs Personen darunter zwei Kinder – hatten sich selbst ins Freie begeben können und blieben unverletzt. Dass das Feuer im historischen Großbreitenbacher Zentrum mit vielen Fachwerkbauten auf engem Raum nicht auf weitere Gebäude übergriff, bezeichnete Uwe Fröhlich als „absolute Meisterleistung“ der Einsatzkräfte.

Einsatz aus dem Bilderbuch

Zu danken sei dies sowohl dem gezielten Innenangriff, der möglich wurde weil genügend Atemschutzgeräteträger anwesend waren, wie auch dem Einsatz der neuen Drehleiter. „Dadurch konnten wir Löschlanzen einsetzen. Mit diesen durchstößt man das Dach, drinnen versprühen sie dann einen Wassernebel und kühlen so den Raum ab“, erklärte Uwe Fröhlich. Beides verhinderte, dass sich der Brand ausbreitete.

63 Kameradinnen und Kameraden waren im Einsatz. Neben der Freiwilligen Feuerwehr aus Großbreitenbach, die mit allen sechs Einsatzfahrzeugen ausrückte kamen auch Altenfeld und Böhlen zu Hilfe. De Gehrener Wehr sorgte mit dem kreiseigene Gerätewagen Atemschutz für Nachschub an Technik. Insgesamt waren zwölf Fahrzeuge vor Ort.

„Ein Einsatz, wie aus dem Bilderbuch“, lobte Uwe Fröhlich die Feuerwehrleute. Erschwerend kamen die eisigen Temperaturen von minus 114 Grad hinzu, welche das Wasser rasch gefrieren ließen und für Glätte sorgten. Er sei froh, dass sich niemand verletzt habe, so Fröhlich. „Es gab nur ein paar blaue Flecke.“ Allerdings habe der Frost Schäden am Material hinterlassen. Dies sei aber zu verschmerzen. „Wichtig ist, dass niemand zu Schaden kam“, betonte Uwe Fröhlich.

Durch den gezielten Löscheinsatz habe man auch den Wasserschaden in Grenzen halten können. Brandschäden gäbe es vor allem im ausgebauten Dachgeschoss des dreistöckigen Gebäudes. Zur Ursache ermittelt nun die Kriminalpolizei Gotha. Uwe Fröhlich vermutet, dass der Brand in der Zwischendecke des Daches ausbrach. Die fünf Bewohner kamen vorerst bei Bekannten in Königssee unter, der Bewohner des Nachbarhauses bei Verwandten in Großbreitenbach. Bis 4 Uhr nachts war die Feuerwehr im Einsatz.

In Arnstadt brennt Gartenhütte

Einen nächtlichen Kälteeinsatz hatte auch die Freiwillige Feuerwehr Arnstadt in der Nacht zum Sonntag zu absolvieren. Gegen 0.15 Uhr wurde sie zum Brand eines leer stehendes Gartenhaus im Isaac-Newton-Weg gerufen wurden. Als die 15 Einsatzkräfte und fünf Fahrzeuge eintrafen stand das etwa 25 Quadratmeter großen Gebäudes bereist im Vollbrand. Die Polizei, die Brandstiftung nicht ausschließt, schätzt den Schaden auf rund 5000 Euro und bittet Zeugen sich unter Telefon (0 36 77) 60 11 24 (Bezugsnummer: ST/003399/2021) zu melden.

 
 

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