Brand in Wasungen Feuerwehr muss Besitzer aus Gartenhütte holen

Nach einem Küchenbrand am Dienstagnachmittag in einem Bungalow am Kohlberg in Wasungen ist der dort lebende Mann erst von der Polizei in Gewahrsam genommen und später dann in das Landesfachkrankenhaus nach Hildburghausen eingeliefert worden. 

 
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Einer Zeugin fiel    am späten Dienstagnachmittag die  stark qualmende Gartenhütte am Kohlberg in Wasungen auf, in der bekanntlich eine Person lebt. Sie informierte   die Polizei. Die Alarmierung der Feuerwehren erfolgte kurz vor  17.30 Uhr. Die Wasunger Wehr mit Einsatzleiter Frank Kniesa war umgehend am Ort des Geschehens und verschaffte sich einen ersten Überblick. Ebenfalls alarmiert und ausgerückt sind die Wehren aus den Ortsteilen Oepfershausen, Wahns und Metzels sowie die   aus Schwallungen. Acht Feuerwehrfahrzeuge und 32 Einsatzkräfte sowie Polizei und Krankenwagen umlagerten den Bungalow, aus dem dichter Rauch drang.

Wie sich herausstellte, hatte der  Bewohner versucht, Essen auf einem  Herd zuzubereiten und dabei seine Küche in Brand gesteckt. Die Einsatzkräfte, die mit Atemschutztechnik in die Hütte gingen, konnten das Feuer  schnell löschen.

„Das war recht übersichtlich. Es handelte sich um einen kleinen Küchenbrand“, erklärte Stadtbrandmeister Steffen Schönerstedt auf Anfrage. Probleme machte allerdings  der Bewohner, der    trotz mehrmaliger Aufforderungen von Feuerwehr und   Polizei das verrauchte Häuschen nicht verlassen wollte.  Letztlich brachten die Einsatzkräfte den Mann gegen seinen Willen ins Freie, wo er unbeschadet von den Ordnungshütern erst einmal in Gewahrsam genommen wurde.

Bei dem Löscheinsatz stellte die Wehr fest, dass aufgrund eines aufgedrehten Wasserhahnes er gesamte Keller unter Wasser stand.  Den Schaden bezifferte  die  Landespolizeiinspektion Suhl auf 1000 Euro. Das Gebäude sei aktuell unbewohnbar. Die Wehren konnten sich nach eineinhalb Stunden wieder zurückziehen.

Bei dem Bewohner handelt es sich offenbar um den 37-jährigen Mann, der bei einem Streifzug in der Nacht von 13. zum 14. März mehrere Mülltonnen im Bereich Gartenstraße/Hopfengarten umgeworfen und von verschiedenen  Autos die Kennzeichentafeln abmontiert hatte. Wegen dieser Vorfälle ist  ein Strafverfahren gegen die psychisch kranke Person eingeleitet worden.

Die Sorge, der Mann könnte erneut durchdrehen,  ging seither erneut unter den Anwohnern um. Sie sind seit etwa einem Jahr im Rahmen einer WhatsApp-Gruppe vernetzt, über die sie sich informieren, austauschen und im Ernstfall  warnen. Alleine traute sich  in den  vergangenen Tagen zur Abendzeit keiner mehr auf die Straße.

 Anfang dieser Woche machte der unbekannte Mitbewohner, der etwa seit zwei, drei  Jahren in dem  Bungalow lebt,    in dem ruhigen  Wohnviertel erneut auf sich aufmerksam. Anwohner filmten ihn, wie er auf einem fremden Grundstück  eine Papiertonne umkippte und versuchte, diese zu zerlegen.

Der 37-Jährige  ist nicht nur polizeibekannt, auch eingebundenen Behörden ist der Sachverhalt geläufig. Der Mann soll zeitweise einen Betreuer gehabt und Medikamente genommen haben  und habe angeblich diese Art der Fürsorge und Unterstützung zuletzt abgelehnt.

Kenntnis von den verschiedenen Vorfällen hat auch Bürgermeister Thomas Kästner. Für ihn ist klar:  „Der Mann braucht Hilfe.“  Die Möglichkeiten der Stadt, hilfreich einzugreifen, seien aber sehr beschränkt. Kreisbehörden habe man auf den Fall hingewiesen und um Klärung gebeten. 

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