Brand im Keller 50 Menschen in Sicherheit gebracht

, aktualisiert am 18.02.2025 - 07:59 Uhr

In Schmalkalden gerät ein Keller in Brand - rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner werden zwischenzeitlich in Sicherheit gebracht. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus und sucht weiterhin Zeugen.

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Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage mussten zahlreiche Einsatzkräfte zu einem Kellerbrand in der Allendestraße 61 in Schmalkalden ausrücken. Während beim letzten Vorfall vor einer Woche das Treppenhaus stark verraucht war und das Gebäude evakuiert werden musste, stellte sich die Situation diesmal als noch kritischer heraus.

Der Brand brach an zwei Stellen im Keller aus, wo sich neben Gerümpel auch alte Autoreifen befanden. Die dichte Rauchentwicklung machte es der Feuerwehr besonders schwer. Aufgrund der extremen Rauchbelastung mussten alle Bewohner erneut evakuiert werden.

Mehrere Personen erlitten Verletzungen, insbesondere durch das Einatmen giftiger Rauchgase. Dies geschah, weil einige Mieter während des Brandes ihre Türen öffneten, wodurch der Rauch in ihre Wohnungen eindrang. Eine Frau wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Insgesamt waren mehr als 60 Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehr belüftete das gesamte Gebäude, wobei besonders die mittleren Etagen stark betroffen waren. Die Hitzeentwicklung führte dazu, dass eine Abwasserleitung im Keller durchschmorte, sodass die Toiletten dort nicht mehr nutzbar sind. Auch die Stromleitungen wurden beschädigt, jedoch konnte die Stromversorgung für das Gebäude aufrechterhalten werden.

Den betroffenen Mietern wurde vorübergehend eine Unterkunft in einer Turnhalle angeboten, jedoch lehnten sie diese ab und kehrten nach einiger Zeit in ihre Wohnungen zurück. Diese waren weiterhin bewohnbar, der Keller ist jedoch nicht nutzbar.

Am Montag fand die Brandortsuntersuchung durch die Kriminalpolizei Suhl statt. Nach Einschätzung der Kriminalpolizisten handelt es sich um vorsätzliche Brandstiftung.

Es werden weiterhin dringend Zeugen gesucht, die verdächtige Personen im Tatzeitraum gesehen haben oder sonstige Hinweise zu der Brandstiftung geben können. Hinweise bitte an die Telefonnummer 03693 591-0 und der Angabe des Aktenzeichens 0041565/2025.